Almonty Aktie: ASX-Delisting abgeschlossen
Almonty konzentriert den Börsenhandel auf Nasdaq und Frankfurt. Die Aktie bleibt volatil, während Anleger den Minenhochlauf beobachten.
Kurz zusammengefasst
- ASX-Notierung am Mittwoch beendet
- Toronto-Börse bereits Ende Juli verlassen
- CDI-Umtausch oder Verkauf möglich
- Aktie bleibt deutlich volatil
Almonty Industries hat einen weiteren Schritt seiner Börsenstruktur abgeschlossen: Das ASX-Delisting wurde am vergangenen Mittwoch wirksam, nachdem der Handel mit den CDIs bereits Ende August ausgesetzt worden war. Seither hat sich die Aktie kaum bewegt, ein Plus von 0,6 Prozent zum Vortagesschluss von 15,36 Euro spiegelt eher Konsolidierung als Euphorie wider.
Der Rückzug von der australischen Börse war kein spontaner Schritt. Almonty begründete ihn mit niedrigen und rückläufigen Handelsvolumina an der ASX im Vergleich zu den Umsätzen an der Nasdaq und der Toronto Stock Exchange.
CDI-Inhaber, die zum 14. Juli lediglich 0,80 Prozent der ausstehenden Aktien hielten, erhalten drei Optionen: die Umwandlung in Nasdaq-Aktien im Verhältnis 1:1, den Verkauf an der ASX vor der Suspendierung, oder die Teilnahme an einer freiwilligen Verkaufsfazilität, die vom 8. September bis 6. November läuft. Wer bis dahin nicht reagiert, wird in einer verpflichtenden Verkaufsfazilität vom 9. November bis 9. Dezember abgewickelt.
Konzentration auf zwei Handelsplätze
Der ASX-Abschied reiht sich in eine Serie von Strukturmaßnahmen ein. Bereits Ende Juli hatte Almonty die Notierung an der Toronto Stock Exchange beendet.
Übrig bleiben damit die Nasdaq unter dem Kürzel ALM sowie die Frankfurter Börse unter ALI1. Für Anleger bedeutet das eine Bündelung der Liquidität auf zwei Handelsplätze, was mittelfristig die Preisfindung erleichtern dürfte – ein Effekt, der bei einem Unternehmen mit derart hoher Kursvolatilität nicht zu unterschätzen ist. Die 30-Tage-Volatilität liegt annualisiert bei 86 Prozent, ein Wert, der die Aktie weiterhin klar im spekulativen Segment verortet.
Dass der Markt den Rückzug von zwei Börsenplätzen gelassen hinnimmt, hat auch mit dem operativen Hintergrund zu tun. Almonty hatte im Zuge der Q2-Zahlen vor gut drei Wochen ein kräftiges Umsatzwachstum sowie eine deutlich verbesserte Kassenlage gezeigt, seither hat die Aktie um 32,7 Prozent zugelegt. Das im August beschlossene Aktienrückkaufprogramm über 300 Millionen US-Dollar und der im Juli verlängerte Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders wirken als zusätzliche Stützpfeiler, auch wenn beide Themen inzwischen als Kurstreiber weitgehend eingepreist erscheinen.
Bewertung bleibt gespannt
Mit einem Abstand von 25 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 20,61 Euro, das am 17. April erreicht wurde, notiert die Aktie deutlich unter ihrem bisherigen Rekordniveau. Zugleich liegt der Kurs 339 Prozent über dem Tief von 3,50 Euro vom 8. September vergangenen Jahres – eine Erinnerung daran, wie stark sich die Bewertung binnen eines Jahres verändert hat. Die Marktkapitalisierung beläuft sich mittlerweile auf umgerechnet 2,73 Milliarden Euro.
Der Rückzug von ASX und TSX ist für sich genommen kein fundamentales Ereignis, verdeutlicht aber, wie sehr sich Almonty inzwischen als Nasdaq-getriebenes Unternehmen begreift. Für Investoren an europäischen Börsen bleibt die Frankfurter Notierung der maßgebliche Zugang zur Aktie, während die operative Geschichte um den Hochlauf der Sangdong-Mine weiterhin im Zentrum der Anlegeraufmerksamkeit steht.
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