Almonty Aktie: Fünf Direktoren kassieren Denkzettel
Fünf von sieben Almonty-Direktoren erhalten bei der Hauptversammlung nur knappe Mehrheiten. Die Aktie reagiert mit Kursverlusten.
Kurz zusammengefasst
- Klares Votum gegen fünf Vorstandsmitglieder
- Zwei Direktoren mit fast 100 Prozent Zustimmung
- Aktie fällt um drei Prozent im Tagesverlauf
- Wolfram-Lieferkette bleibt operativ stabil
Die Hauptversammlung von Almonty liefert ein klares Signal. Aktionäre winken zwar alle formellen Punkte durch. Ein Blick auf die Wahlergebnisse des Vorstands offenbart jedoch tiefe Gräben. Fünf der sieben Direktoren kassieren einen spürbaren Denkzettel.
Das Gremium besteht künftig aus sieben Mitgliedern. General Gustave F. Perna und Alan Estevez genießen fast uneingeschränktes Vertrauen. Beide erhielten über 99 Prozent Zustimmung. Bei den übrigen Kandidaten sieht das Bild völlig anders aus.
Mark Trachuk und Daniel D’Amato stürzten auf rund 64 und 63 Prozent ab. Auch David Hanick überzeugte nur knapp sieben von zehn Aktionären. Lewis Black und Andrew Frazer verfehlten die Marke von 80 Prozent ebenfalls.
Strategie unter Beobachtung
Diese Diskrepanz wiegt schwer. Das Management verweist selbst auf wachsende Ansprüche. Almonty will sich stärker auf den US-Kapitalmärkten positionieren. Die Rolle als globaler Zulieferer erfordert eine geschlossene Führung. Die Folge: Das Gremium steht unter Druck.
Neben den Personalien bestätigten die Anteilseigner die Wirtschaftsprüfer von Zeifmans LLP. Die Zustimmung lag hier bei fast 100 Prozent. Parallel dazu kämpft die Aktie mit starken Schwankungen.
Volatilität prägt den Kurs
Aktuell notiert das Papier bei 21,53 Kanadischen Dollar. Das entspricht einem Tagesverlust von gut drei Prozent. Seit dem Hoch im April bei 33,35 Dollar hat der Titel deutlich korrigiert.
Die langfristige Bilanz bleibt dennoch stark. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Kursplus von beachtlichen 344 Prozent auf der Anzeigetafel. Die annualisierte Volatilität von über 100 Prozent zeigt jedoch das hohe Risiko.
Das operative Geschäft rund um die Wolfram-Lieferketten läuft unverändert weiter. Die Wahlergebnisse zwingen den Vorstand nun aber zur internen Aufarbeitung. Investoren achten bis zur nächsten Hauptversammlung genau auf personelle Konsequenzen. Änderungen in den Ausschüssen gelten als wahrscheinlichstes Szenario.
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