Almonty Aktie: Kritische Phase

Der Wolfram-Spezialist Almonty profitiert von geopolitischen Lieferkettenverschiebungen und erreicht neue Höchststände. Die kommenden Quartalszahlen werden den Produktionsstart der Schlüsselmine beleuchten.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie steigt auf neue 52-Wochen-Höchststände
  • Wolfram-Preise vervierfachen sich binnen Jahresfrist
  • Produktionsstart der Sangdong-Mine in Südkorea
  • Analysten erhöhen ihre Kursziele deutlich

Die Aktie des Wolfram-Produzenten Almonty Industries kletterte vergangene Woche auf neue 52-Wochen-Hochs. Mit Kursen von über 20 CAD an der TSX und bis zu 15,01 USD an der NASDAQ am 20. Februar profitiert das Unternehmen von der Neuordnung der globalen Lieferketten für kritische Rohstoffe. Die strategische Positionierung als westlicher Wolfram-Lieferant rückt zunehmend in den Fokus der Märkte.

Kursanstieg auf Rekordhöhe

Die Aktie legte seit Jahresbeginn an der TSX um über 65% zu. Die Marktkapitalisierung wuchs auf rund 3,8 Milliarden USD – Almonty hat sich damit vom Entwickler zum Mid-Cap-Produzenten gewandelt. Der jüngste Kurssprung fällt mit einer Vervierfachung der Wolfram-Preise innerhalb eines Jahres zusammen. Grund ist eine strukturelle Angebotsverknappung, nachdem China seine Exportkontrollen für das strategische Metall verschärft hat.

Almonty

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Geopolitischer Rückenwind

China kontrolliert etwa 85% der weltweiten Wolfram-Produktion und verbraucht zugleich rund 65% der globalen Nachfrage. Die USA planen ab 2027 ein Verbot von chinesischem Wolfram in der Rüstungsbeschaffung. Diese Lücke wollen westlich ausgerichtete Produzenten schließen.

Almonty positioniert sich zentral in dieser Umstrukturierung. Die Sangdong-Mine in Südkorea – eines der größten Wolfram-Vorkommen außerhalb Chinas – lieferte Ende 2025 erstmals Erz an die Verarbeitungsanlage. Die kommerzielle Produktion ist für Q1 2026 geplant. Eine Phase-II-Erweiterung 2027 könnte die jährliche Produktion auf über 460.000 MTU steigern.

Langfristvertrag aus Portugal

Am 16. Januar 2026 schloss Almonty über seine portugiesische Tochter Beralt Tin and Wolfram einen langfristigen Liefervertrag mit Wolfram Bergbau und Hütten AG ab. Die Vereinbarung schafft Planungssicherheit für künftige Wolfram-Lieferungen und festigt die Rolle des Unternehmens in der Versorgungskette kritischer Metalle.

Expansion auf drei Kontinenten

Almonty baut seine Produktion über mehrere Standorte aus:

  • Panasqueira-Mine (Portugal): Seit über einem Jahrhundert in Betrieb, geplante Level-4-Erweiterung auf bis zu 124.000 MTU Jahresproduktion
  • Sangdong (Südkorea): Mineralreserven von 8,6 Millionen Tonnen bei 0,42% Gehalt
  • Gentung Browns Lake (Montana, USA): Im November 2025 erworben, Produktionsstart für zweite Jahreshälfte 2026 anvisiert
  • Sangdong-Molybdän-Projekt: Laufendes Bohrprogramm über 2,9 Millionen USD zur Reservenbestätigung

Zudem plant das Unternehmen die Verlegung des Firmensitzes von Kanada in die USA mit Hauptnotierung an der NASDAQ.

Analysten heben Kursziele an

Mehrere Banken erhöhten zuletzt ihre Einschätzungen. DA Davidson hob das Kursziel am 4. Februar von 12 auf 18 USD an, B. Riley Financial zog am 13. Februar von 10 auf 17 USD nach.

Finanzkennzahlen in Übergangsphase

Trotz der starken Kursentwicklung befindet sich Almonty finanziell im Umbruch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei minus 62,87, das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital bei 1,02. Im Dezember 2025 platzierte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung über 129,4 Millionen USD. Analysten verweisen auf verbleibende Risiken bei der Profitabilität, der Projektfinanzierung und möglicher Verwässerung.

Ausblick auf Q1-Zahlen

Bei voller Auslastung von Sangdong und Panasqueira könnte Almonty etwa 40% der Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken. Am 19. März 2026 folgen die Quartalszahlen – sie werden erstmals detailliert zeigen, wie das Unternehmen die Produktionsanlauf bewältigt und ob die Markterwartungen gerechtfertigt sind.

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