Almonty rückt heute stärker in den Fokus, weil Anleger den Wolframanbieter zunehmend an zwei Trends festmachen: an der anhaltend hohen Nachfrage aus dem Verteidigungsbereich und an möglichen Anwendungen in der Fusionsenergie. Der Kurs bewegt sich dabei nahe 12,64 CAD an der TSX und rund 9,00 USD an der Nasdaq. Auslöser der aktuellen Diskussion ist die im Dezember vollzogene Umstellung des Sangdong-Projekts in Südkorea auf den kommerziellen Betrieb.
Wolfram und Fusionsenergie
Bislang wurde Almonty vor allem als sicherheitsrelevanter Lieferant für Munition und Panzerungen gesehen. Neue Analysen betonen nun die strategische Rolle von Wolfram in der Fusionsforschung.
Beim Tokamak-WEST-Projekt kamen Wolfram-Wandkomponenten zum Einsatz, die halfen, hochtemperaturstabile Plasmazustände zu erreichen. Diese technischen Fortschritte lenken den Blick auf nicht-chinesische Wolframquellen. Almonty wird in Marktkommentaren seit Wochenbeginn explizit als ein solcher westlicher Anbieter genannt.
In diesem Zusammenhang ordnen einige Beobachter das Unternehmen in eine ähnliche sicherheitspolitische Bedeutungskategorie ein wie Verteidigungswerte à la Rheinmetall. Die Aktie hat sich seit ihren Zwischenständen Mitte 2025 deutlich nach oben gearbeitet, gestützt durch dieses breiter gefasste Nachfragebild.
Operative Fortschritte und Kapitalbasis
Die aktuelle Bewertung basiert nicht nur auf der Story, sondern auch auf klaren operativen Meilensteinen und frischer Finanzierung:
Kommerzieller Abbau gestartet: Am 16. Dezember 2025 hat Almonty den kommerziellen Bergbaubetrieb in der Sangdong-Mine aufgenommen. Die Anlieferung der ersten Erze auf das Run-of-Mine-Depot markierte den letzten wichtigen Schritt zur Entschärfung der Projektumsetzungsrisiken. Die Produktion wird derzeit schrittweise hochgefahren.
Große Kapitalerhöhung abgeschlossen: Im Dezember 2025 schloss das Unternehmen eine deutlich überzeichnete Kapitalerhöhung ab. Brutto flossen rund 129,4 Mio. USD zu, nach ursprünglich geplanten 112,5 Mio. USD. Der Platzierungspreis lag bei 6,25 USD je Aktie und finanzierte die finale Phase der Inbetriebnahme von Sangdong sowie die kurzfristige Entlastung der Bilanz.
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Management verstärkt: Seit dem 6. Januar 2026 ist Guillaume Wiesenbach de Lamaziere als Chief Development Officer an Bord. Die neue Rolle signalisiert eine Verschiebung des Schwerpunkts von reiner Projektumsetzung hin zu Unternehmensentwicklung und internationaler Markterschließung.
Anker im westlichen Liefernetz
Vor dem Hintergrund der politischen Bestrebungen in Nordamerika und Europa, Rohstoffabhängigkeiten von China zu verringern, gewinnt Almonty an strategischem Gewicht. China kontrolliert weiterhin mehr als 80 % des globalen Wolframangebots. Almonty positioniert sich als westliche Alternative und profitiert zusätzlich von der Nasdaq-Notierung seit Juli 2025, die den Zugang zu US-Investoren geöffnet hat.
Diese Konstellation spiegelt sich im Kursverlauf wider:
- Juli-Emission zu 4,50 USD je Aktie
- Dezember-Kapitalerhöhung zu 6,25 USD je Aktie
- Aktuelles Niveau um 9,00 USD je Aktie
Die höheren Platzierungspreise und die Aufnahme des zusätzlichen Angebots am Markt deuten darauf hin, dass Investoren dem Hochfahren von Sangdong und der strategischen Rolle des Unternehmens Vertrauen schenken.
Ausblick und zentrale Marken
In den kommenden Quartalsberichten wird entscheidend sein, wie schnell und stabil die Produktion in Sangdong hochläuft. Parallel sorgt die Fusionsenergie-Diskussion für einen zusätzlichen langfristigen Wachstumstreiber neben der bekannten Verteidigungsnachfrage.
Charttechnisch gilt an der TSX die Zone um 12,75 CAD als relevante Hürde. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde aus Sicht vieler Marktteilnehmer den bestehenden Aufwärtstrend bestätigen. Positiv zu werten ist zudem, dass das Auslaufen der Lock-up-Vereinbarungen am 8. Januar 2026 ohne spürbaren Verkaufsdruck verlief – ein Hinweis darauf, dass frühe Investoren den Übergang in die Vollproduktion abwarten.
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