Almonty Aktie: Plansee stärkt Sangdong
Almonty Industries verzeichnet einen deutlichen Kursrückgang, obwohl die Sangdong-Mine den Betrieb aufnimmt und Plansee langfristige Abnahmen zusichert.

Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt fast 39 Prozent vom Hoch
- Plansee sichert Förderung langfristig
- Aufbereitungsanlage in Südkorea gestartet
- Wolframpreise haben sich verzehnfacht
Die Anlage produziert und der wichtigste Abnehmer sichert langfristige Käufe zu. Operativ liefert Almonty Industries aktuell nur gute Nachrichten. An der Börse zeichnet sich ein völlig anderes Bild ab. Die Papiere des Wolfram-Produzenten stürzen regelrecht ab.
Am Mittwoch schloss die Aktie bei 20,37 Kanadischen Dollar. Damit vergrößert sich der Abstand zum April-Hoch auf fast 39 Prozent.
Der aktuelle Abwärtstrend überschattet eine starke Gesamtbilanz. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um rund 69 Prozent nach oben.
Rückendeckung aus Österreich
Dieser Kursrutsch ignoriert handfeste Fortschritte. Die österreichische Plansee Group lieferte jüngst frische Zusagen für das Sangdong-Projekt in Südkorea. Der Konzern hält knapp zehn Prozent an Almonty. Er hat sich die Mehrheit der künftigen Fördermenge langfristig gesichert.
Die Mine in Südkorea gilt als wichtigstes Wolfram-Projekt der westlichen Welt. Mittelfristig soll Sangdong bis zu 20 Prozent der nicht-chinesischen Produktion abdecken. Am 1. Juli meldete Almonty den Start der dortigen Aufbereitungsanlage. Die jahrzehntelange Aufbauphase ist damit offiziell beendet.
Wolfram-Preise explodieren
Karlheinz Wex leitet den Vorstand von Plansee. Er nennt das Metall eine Lebensversicherung für die Industrie. Kein Wunder. Die Preise für Wolfram haben sich seit Anfang 2025 fast verzehnfacht.
Ein drastischer Angebotsmangel treibt diese Entwicklung an. China wandelte sich zuletzt vom Exporteur zum Nettoimporteur von Wolfram. Das verknappt das Angebot in westlichen Märkten massiv.
Extreme Volatilität
Die wirtschaftliche Basis der Sangdong-Mine steht auf einem soliden Fundament. Die Anlage verarbeitet nun erstmals Gestein. Dennoch schlagen Marktstimmungen hart durch. Eine annualisierte Volatilität von fast 92 Prozent zeigt die enorme Nervosität der Investoren.
Die anlaufende Förderung in Südkorea liefert harte Fakten. Hält die starke Nachfrage des Plansee-Konzerns an, stützt das die langfristigen Umsatzerwartungen. Kurzfristig reagiert der Aktienkurs extrem sensibel auf die Hochlauf-Risiken der neuen Anlage. Fällt die Aktie unter die wichtige 200-Tage-Linie bei 18,55 Dollar, droht eine weitere Ausweitung der Korrektur.
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