Almonty schaltet bei der Sangdong-Mine in Südkorea vom Entwickler zum Produzenten um – und trifft damit auf einen Markt, in dem Wolfram so knapp ist wie lange nicht. Genau das macht die nächsten Wochen für Anleger interessant. Denn mit dem Produktionshochlauf und dem Quartalsbericht in Sicht rückt die Frage in den Vordergrund: Können die hohen Wolframpreise bereits kurzfristig in Umsatz und Ergebnis sichtbar werden?
Sangdong: Der Wechsel in den Betrieb
Im Dezember 2025 meldete Almonty die erste erfolgreiche Erzlieferung auf die ROM-Fläche (Run-of-Mine) der Sangdong-Mine. Das markierte den Übergang von der Bau- in die operative Phase und gilt als letzter Schritt vor dem Start der kommerziellen Produktion.
Nach Angaben des für die Aufbereitung zuständigen Managements waren zentrale Vorarbeiten abgeschlossen, darunter geologische Bewertungen, Stabilisierung, Belastungstests und die Installation der Technik. Die erste Erzlieferung diente dabei auch als Praxistest: Transportwege, Abstimmung der Geräte und Arbeitsabläufe liefen unter produktionsnahen Bedingungen, sodass die Inbetriebnahme von Brech-, Mahl- und Flotationskreisläufen planmäßig weitergehen konnte.
Zu den Größenordnungen nennt das Unternehmen für Sangdong Reserven von 7,9 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 0,47% Wolframoxid (WO3) – insgesamt 3,7 Mio. enthaltene „metric ton units“. Die erste Produktionsphase ist auf rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt. Eine Erweiterung soll den Durchsatz später nahezu verdoppeln. Almonty erwartet, dass Sangdong bei voller Kapazität mehr als 80% der weltweiten Wolframproduktion außerhalb Chinas liefern kann.
Enger Markt: Exportregeln treiben den Preis
Das Timing fällt in eine Phase verschärfter Lieferkettenpolitik. China, das aktuell mehr als 80% der globalen Wolframproduktion stellt, hat Exporte eingeschränkt und Dual-Use-Ausfuhren untersagt. Parallel dazu gilt in den USA ab 2027 ein Beschaffungsverbot für Verteidigungszwecke bei Wolfram aus China. Zusätzlich ist ein Verbot für Wolfram aus China, Russland oder Nordkorea zum 1. Januar 2027 vorgesehen.
Im Zusammenspiel mit steigender Nachfrage stieg der Wolframpreis laut Artikel 2025 um mehr als 160% und zog auch in den ersten Wochen 2026 weiter an. BMO Capital Markets zufolge kamen Ausfuhren aus China vorübergehend sogar vollständig zum Erliegen. CEO Lewis Black sprach von einer „realen, legitimen Angebotsknappheit“ und verwies darauf, dass Kunden die erhöhten Preisniveaus derzeit akzeptieren.
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Neben Wolfram treibt Almonty in Sangdong außerdem ein Molybdän-Projekt voran. Es ist vollständig genehmigt und soll bis Ende 2026 in Produktion gehen. Als Gehalt nennt das Unternehmen 0,26% MoS2.
Kapitalzuflüsse, Analystenziele, nächster Termin
Auf der Investorenseite stieg die Zahl der Fonds mit Positionen im letzten Quartal um über 55% auf 107. Van ECK Associates Corp erhöhte seinen Anteil im vierten Quartal um 13.294,7% und hielt laut Q4-2025-Meldung 11.239.482 Aktien im Gegenwert von rund 99,0 Mio. US-Dollar. Encompass Capital Advisors stieg neu mit etwa 25,62 Mio. US-Dollar ein, Next Century Growth Investors mit rund 16,35 Mio. US-Dollar.
Auch die Analystenabdeckung zog an. Couloir Capital hob den Fair-Value um mehr als 150% von 7,69 C$ auf 19,30 C$ an und begründete das mit Wolframpreisen über 1.000 US-Dollar je MTU sowie dem Hochlauf in Sangdong – blieb aber beim Rating „Hold“. DA Davidson erhöhte das Kursziel von 12 auf 18 US-Dollar („Buy“). B. Riley ging von 10 auf 17 US-Dollar („Buy“). Oppenheimer hob von 12 auf 16 US-Dollar an („Buy“).
Gestern bewegte sich die Aktie an der NASDAQ zwischen 19,63 und 20,63 US-Dollar und schloss bei 19,83 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung lag bei etwa 5,21 Mrd. US-Dollar. In Toronto wurden 26,62 C$ genannt.
Am 19. März legt Almonty Quartalszahlen vor. Der Bericht gilt als erster konkreter Test, wie stark die Kombination aus hohen Wolframpreisen und dem Produktionshochlauf bereits finanziell durchschlägt – und ob das Unternehmen die Erwartungen mit entsprechenden Umsatz- und Gewinnzahlen untermauern kann.
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