Almonty Aktie: Produktionsdaten aus Sangdong am 21. Mai
Almonty Industries legt morgen die ersten Produktionszahlen aus Südkorea vor. Analysten erwarten die Erreichung der Nennkapazität im laufenden Quartal.

Kurz zusammengefasst
- Erste kommerzielle Produktionsdaten am 21. Mai
- Jährliche Kapazität von 640.000 Tonnen Erz
- Wolframpreis durch China-Exportstopp massiv gestiegen
- Hauptversammlung stimmt über Kapazitätsverdopplung ab
Nach einem Kursplus von über 550 Prozent auf Jahressicht steht Almonty Industries vor dem wichtigsten Termin seit der Inbetriebnahme. Am morgigen 21. Mai liefert das Unternehmen die ersten harten Produktionszahlen aus der südkoreanischen Sangdong-Mine. Für Investoren endet damit die Phase der reinen Erwartungshaltung.
Ende März startete die erste kommerzielle Phase der Anlage. Sie ist auf eine jährliche Verarbeitung von 640.000 Tonnen Erz ausgelegt, woraus rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat entstehen sollen. Der überdurchschnittlich hohe Erzgehalt verschafft dem Projekt einen strukturellen Kostenvorteil. Analysten von DA Davidson rechnen damit, dass die Mine im laufenden Quartal ihre Nennkapazität erreicht.
Engpass auf dem Weltmarkt
Das makroökonomische Umfeld treibt die Bewertung von Almonty massiv an. Der Preis für das Zwischenprodukt Ammoniumparawolframat (APT) schoss seit Ende 2025 um mehr als 230 Prozent in die Höhe. Auslöser war ein faktischer Exportstopp aus China. Peking ersetzte sein Quotensystem durch strenge Lizenzen für wenige staatliche Konzerne.
Die Folgen spürt die Halbleiterindustrie bereits. Japanische Zulieferer warnten Branchengrößen wie Samsung und SK Hynix, dass ihre Bestände an Wolframhexafluorid bis Juni aufgebraucht sein könnten. Das Material ist für die Produktion moderner Speicherchips unerlässlich und lässt sich nicht substituieren. Ab 2027 zwingt ein Mandat des Pentagons US-Rüstungskonzerne, Wolfram ausschließlich aus nicht-chinesischen Quellen zu beziehen.
Frisches Kapital und neuer Finanzchef
Die extremen Marktpreise spiegeln sich bereits in der Bilanz wider. Im ersten Quartal verdreifachte Almonty den Umsatz auf 25,4 Millionen US-Dollar. Der operative Cashflow drehte mit 9,7 Millionen US-Dollar deutlich ins Plus.
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Parallel dazu baut das Unternehmen seine Führungsebene um. Zum 1. Juni übernimmt Jorge Beristain den Posten des Finanzchefs. Er folgt auf Brian Fox, der das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verließ. Beristain bringt Erfahrung aus dem Rohstoff-Research der Deutschen Bank und dem US-Metallhändler Ryerson mit.
Abstimmung über Kapazitätsverdopplung
Neben den operativen Daten rückt die Hauptversammlung am 9. Juni in den Fokus. Aktionäre stimmen dann über die zweite Ausbaustufe für Sangdong ab. Bei grünem Licht soll sich die Verarbeitungskapazität bis 2027 nahezu verdoppeln. Almonty plant damit schätzungsweise 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas zu decken.
An der Börse kühlte die Euphorie zuletzt etwas ab. Die Aktie notiert aktuell bei gut 24 Kanadischen Dollar und hat damit auf Monatssicht fast ein Viertel ihres Wertes eingebüßt. Der Abstand zum Jahreshoch bleibt deutlich. Am morgigen Donnerstag müssen die Produktionszahlen nun beweisen, ob die operativen Fortschritte der Mine die ambitionierten Margenziele in der Praxis erfüllen.
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