Almonty Aktie: Ruanda-Vereinbarung schafft neues Joint Venture
Almonty Industries sichert Wolframabnahme in Spanien und gründet mit Ruanda ein Gemeinschaftsunternehmen für neue Explorationsprojekte.

Kurz zusammengefasst
- Mehrjähriger Wolframvertrag für Los Santos
- Rund 1.720 Tonnen Mindestabnahme vereinbart
- Almonty hält 75 Prozent in Ruanda
- Aktie seit Jahresbeginn 52 Prozent höher
Almonty Industries treibt die Neuausrichtung seiner weltweiten Wolframaktivitäten voran. Nach mehreren operativen Schritten richtet sich der Blick des Marktes auf die Frage, wie tragfähig die neuen Abnahme- und Explorationsstrukturen des Unternehmens sind.
An den Börsen spiegelt sich diese Neuausrichtung in einer spürbaren Neubewertung wider: Die Aktie ging am Freitag bei 12,07 Euro mit einem Tagesverlust von 1,8 Prozent aus dem Handel. Trotz dieser kurzfristigen Konsolidierung beläuft sich das Kursplus seit Jahresanfang auf 52 Prozent.
Feste Abnahme für die Mine Los Santos
Gestern schloss das Unternehmen einen mehrjährigen Liefervertrag für Wolframkonzentrat mit der Wolfram Bergbau und Hütten AG, einer Tochtergesellschaft der Sandvik-Gruppe. Der Kontrakt ist als Take-or-Pay-Vereinbarung strukturiert. Er umfasst ein garantiertes Mindestvolumen von rund 1.720 Tonnen enthaltenem Wolframtrioxid (WO₃). Das Konzentrat soll durch die Wiederaufbereitung von Haldenbeständen der Mine Los Santos in Spanien gewonnen werden.
Für die eingeräumten Abnahmerechte beinhaltet der Vertrag eine bedingte Vorauszahlung in Höhe von 3,0 Millionen US-Dollar. Mit dieser Vereinbarung gelingt es Almonty, bestehende Reststoffe am spanischen Standort kommerziell zu verwerten und feste Abnahmemengen zu vereinbaren. Gleichzeitig bleibt der Mittelzufluss an die Erfüllung definierter Vertragsbedingungen und den tatsächlichen Fortschritt der Aufbereitung gekoppelt.
Expansion nach Ruanda mit internationaler Flankierung
Flankiert wird dieser Schritt durch ein Auslandsengagement, das am vergangenen Montag vereinbart wurde. Über eine verbindliche Vereinbarung mit der Regierung von Ruanda entsteht die gemeinsame Gesellschaft Almonty Rwanda.
An diesem Gemeinschaftsunternehmen hält Almonty 75 Prozent der Anteile, während die Regierung von Ruanda 25 Prozent übernimmt. Im Gegenzug bringt der Staat die Wolfram-Explorationskonzession Shyorongi sowie eine offizielle Lizenz zur Verarbeitung von Mineralien in die Kooperation ein.
Laut Reuters erfährt das Vorhaben in Ruanda Unterstützung durch ein US-amerikanisches Wirtschaftsrahmenwerk. Dessen Ziel besteht darin, die weltweiten Lieferketten für kritische Mineralien unabhängiger von chinesischen Anbietern zu gestalten. Für Almonty bedeutet diese Einbettung eine zusätzliche Flankierung bei der Erkundung neuer Vorkommen.
Zweigleisige Aufstellung für die Zukunft
Die aktuellen Weichenstellungen zeichnen ein klares Bild der Unternehmensstrategie. Während der Kontrakt für Los Santos auf die zügige Monetarisierung bereits vorhandener Ressourcen in Europa abzielt, sichert das Engagement in Ruanda den Zugang zu künftigen Rohstoffquellen. Für Investoren verbindet das Unternehmen damit berechenbare Einnahmepotenziale aus bestehenden Halden mit den typischen Chancen und Risiken einer langfristigen Exploration.
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