Almonty Aktie: Rückkauf über 300 Millionen startet Montag
Almonty beginnt 300-Mio-USD-Rückkaufprogramm. Der Wolframproduzent stärkt Kapitalbasis, wechselt Börsennotierung und steigert Umsatz um 498 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Rückkauf über 300 Mio. USD startet
- Umsatzwachstum von 498 Prozent
- Delisting an ASX und TSX
- Aufnahme in Russell-Indizes
Almonty Industries steht vor einem markanten Einschnitt im Kapitalmarktauftritt: An diesem Montag, dem 24. August, beginnt das im vergangenen Monat beschlossene Aktienrückkaufprogramm über bis zu 300 Millionen US-Dollar.
Der Vorstand hatte die Ermächtigung zum Rückkauf von bis zu 14,4 Millionen Stammaktien über einen Zeitraum von 36 Monaten bereits Mitte August erteilt. Der Start fällt in eine Phase, in der das Unternehmen gleich mehrere strukturelle Weichen neu stellt.
Bilanz und Börsenlisting im Umbruch
Der Rückkauf ist nur durch die massive Kapitalbasis möglich, die Almonty sich in den vergangenen Monaten verschafft hat. Zum 30. Juni verfügte das Unternehmen über eine Kassenposition von 1,2 Milliarden kanadischen Dollar, gegenüber 268,4 Millionen kanadischen Dollar zum Jahresende 2025. Grundlage dafür war die Anfang Juni abgeschlossene Emission von Wandelanleihen mit einem Kupon von 2,25 Prozent und Fälligkeit 2031, die brutto 800 Millionen US-Dollar einbrachte – inklusive vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption durch die Konsortialbanken.
Parallel zur finanziellen Neuaufstellung verändert sich auch das Börsenprofil des Unternehmens. Die Notierung an der Toronto Stock Exchange endete bereits Ende Juli.
Zudem hat Almonty von der australischen Börse ASX die formelle Genehmigung zum freiwilligen Delisting erhalten; der Handel mit den CHESS Depositary Interests soll zum Handelsschluss am 28. August ausgesetzt werden, das Delisting selbst wird für den 1. September erwartet.
Gegenläufig dazu wurde das Unternehmen Ende Juni in die breiter gefassten US-Indizes Russell 1000 und Russell 3000 aufgenommen – ein Schritt, der die Sichtbarkeit bei US-Investoren erhöhen dürfte, während sich Almonty aus kleineren Handelsplätzen zurückzieht.
Operatives Geschäft nimmt Fahrt auf
Hinter dem Kapitalmarkt-Umbau steht ein operativer Wandel: Die Sangdong-Mine hat im Juni begonnen, gelagertes Roherz durch die neu in Betrieb genommene Verarbeitungsanlage zu leiten und verkaufsfähiges Wolframkonzentrat zu produzieren.
Der Übergang von der Entwicklungs- in die Produktionsphase schlägt sich bereits in den Zahlen nieder: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 498 Prozent auf 43,0 Millionen kanadische Dollar, unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 181,8 Millionen kanadischen Dollar nach einem Verlust von 58,2 Millionen kanadischen Dollar im Vorjahresquartal.
Zusätzlichen Rückenwind liefert eine im Juli verlängerte Liefervereinbarung mit Global Tungsten & Powders, einem Mitglied der Plansee Group: Die Laufzeit wurde um sechs Jahre verlängert, die kontrahierten Volumina um 40 Prozent erhöht und die Preiskonditionen um rund 6,3 Prozent verbessert.
Für ein Unternehmen, das gerade erst vom Bergbauentwickler zum Produzenten geworden ist, verschafft ein solcher Vertrag Planungssicherheit über den Abnehmermarkt hinaus.
Für Anleger ergibt sich damit ein Bild, in dem sich mehrere Entwicklungen überlagern: ein hochvolumiges Rückkaufprogramm, ein radikal verändertes Listing-Umfeld und ein operatives Geschäft, das erstmals reale Produktionserlöse liefert. Ob der Rückkauf ab Montag tatsächlich in nennenswertem Umfang vollzogen wird, dürfte sich an den kommenden Handelsvolumina ablesen lassen.
Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 23. August liefert die Antwort:
Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...