Almonty Aktie: Sangdong-Mine startet Produktion
Trotz Meilenstein in der Sangdong-Mine verliert die Almonty-Aktie über sechs Prozent an Wert. Analysten bleiben optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert über sechs Prozent
- Produktionsstart in der Sangdong-Mine
- Wandelanleihen über 800 Millionen platziert
- Aufnahme in Russell-Indizes im Juni
Almonty Industries startet die Produktion in seiner wichtigsten Mine. Der Markt reagiert völlig anders als erwartet. Die Aktie rutschte in der letzten Sitzung massiv ab. Dabei baut der Wolfram-Produzent sein Geschäft vom reinen Entwickler zum produzierenden Förderer um.
Der Titel verlor über sechs Prozent und schloss bei 15,20 US-Dollar. Nachbörslich setzte sich die Talfahrt leicht fort. Dieser Rücksetzer passt in das kurzfristige Bild. Im vergangenen Monat büßten die Papiere fast 19 Prozent ein.
Langfristig sieht die Bilanz allerdings deutlich positiver aus. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 259 Prozent auf der Kurstafel. Das Allzeithoch von Mitte April ist momentan aber wieder außer Reichweite.
Frisches Kapital für den Abbau
Diese Kursschwankungen fallen in eine extrem ereignisreiche Phase. Ende Juni rückte Almonty in den Russell 1000 und den Russell 3000 auf. Wenige Tage später meldete das Management den Start der Aufbereitungsanlage in der südkoreanischen Sangdong-Mine. Ein entscheidender Meilenstein. Seit Juni verarbeitet die Anlage bereits gelagertes Roherz.
Parallel dazu stärkte der Konzern seine Bilanz. Almonty platzierte erfolgreich Wandelanleihen für insgesamt 800 Millionen US-Dollar. Die Käufer nutzten dabei eine Zuteilungsoption voll aus. Die Papiere laufen bis zum Jahr 2031 und verzinsen sich mit 2,25 Prozent jährlich.
Routine im Verwaltungsrat
Auch auf Führungsebene gab es formale Bewegungen. Anfang Juli erhielten drei Direktoren aktienbasierte Vergütungen. Daniel D’Amato und Mark Trachuk bekamen aufgeschobene Aktien zugeteilt. Bei Gustave F. Perna wandelte das Unternehmen gesperrte Anteile in Stammaktien um. Bargeld floss bei diesen Transaktionen keines.
Diese Zuteilungen sind reine Routine. Sie erfüllen australische Börsenvorschriften und deuten auf reguläre Vergütungspläne des Gremiums hin. Individuelle Sonderzuteilungen stecken nicht dahinter.
Die starke Volatilität spiegelt den operativen Umbruch wider. Ein Beta-Faktor von 2,03 untermauert diese heftigen Preisausschläge. Analysten wie Couloir Capital blieben in ihren letzten Updates positiv gestimmt. Die Bewährungsprobe folgt in den kommenden Quartalen. Dann muss die Sangdong-Anlage ihre volle Produktionskapazität erreichen.
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