Almonty Aktie: Sangdong-Mine startet Verarbeitung
Almonty Industries verzeichnet nach Russell-Index-Aufnahme einen heftigen Kursverlust, während der operative Betrieb in der Sangdong-Mine anläuft.

Kurz zusammengefasst
- Massive Verkaufsorders nach Index-Aufnahme
- Sangdong-Mine startet Verarbeitungsbetrieb
- Erzreserven im Wert von 68 Millionen Dollar
- Jahreshoch bei 24,41 Dollar weit entfernt
Der Einstieg in zwei große US-Indizes sollte für Almonty Industries ein Meilenstein sein. Stattdessen erleben Aktionäre derzeit einen harten Realitätscheck. Operativ feiert der Wolfram-Produzent wichtige Erfolge in Südkorea. An der Börse dominiert aktuell eine extreme Nervosität.
Am 29. Juni stieg Almonty in die bekannten Russell-Indizes auf. CEO Lewis Black wertete dies als klare Bestätigung der starken Geschäftszahlen. Die Finanzmärkte quittierten den Aufstieg jedoch mit massiven Verkaufsorders.
Die Aktie stürzte in den Folgetagen rasant ab. Am Freitag pendelte der Kurs nur noch um die Marke von 15,94 US-Dollar. Das Handelsvolumen lag bei mageren 4,76 Millionen Papieren. Zum Vergleich: Das Jahreshoch markierte der Titel bei 24,41 Dollar.
Meilenstein in Südkorea
Dieser Kursrutsch ignoriert die jüngsten operativen Fortschritte. Almonty hat die Verarbeitung in seiner Sangdong-Mine in Südkorea gestartet. Das Projekt wechselt damit von der Entwicklungsphase in den aktiven Betrieb. Die Folge: erste echte Umsätze.
Das Unternehmen profitiert dabei von umfangreichen Vorarbeiten. Das Management schätzt den Wert des bereits abgebauten Erzes auf 68 Millionen Dollar. Den Grundstock bilden 120.000 Tonnen aus dem Jahresauftakt. Kürzlich kamen weitere 20.000 Tonnen mit einer höheren Erzqualität hinzu.
Volatilität bleibt hoch
Trotz der aktuellen Verluste blicken langjährige Aktionäre auf massive Gewinne. Auf Jahressicht hat sich der Aktienkurs mehr als verdreifacht. Eine annualisierte Volatilität von 91 Prozent belegt jedoch die anhaltende Schwankungsanfälligkeit des Titels.
Die neue Verarbeitungsanlage muss nun rasch verlässliche Einnahmen liefern. Gelingt die schnelle Umwandlung der Erzreserven in Verkaufserlöse, stützt das den extrem volatilen Aktienkurs. Verzögerungen beim Hochlauf der Anlage dürften den aktuellen Abwärtsdruck hingegen weiter verschärfen.
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