Almonty Aktie: Sangdong-Produktion startet am 1. Juli
Almonty Industries hat die Produktion in der Sangdong-Mine aufgenommen und vollzieht den Wandel vom Entwickler zum Produzenten. Analysten reagieren optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Produktionsstart in der Sangdong-Mine
- 139.700 Tonnen Erz werden verarbeitet
- Analysten heben Kursziel auf 33 Dollar
- Positionierung als westliche Wolfram-Alternative
Fast 140.000 Tonnen Erz warten auf ihre Verarbeitung. Genau das passiert jetzt bei Almonty Industries. Der Wolfram-Produzent hat am 1. Juli den Betrieb seiner Sangdong-Mine in Südkorea aufgenommen — ein Schritt, der das Unternehmen vom Entwickler zum Produzenten macht.
Von der Erschließung zur Produktion
Die Aufbereitungsanlage in der Provinz Gangwon begann mit dem Mahlen eines Erzlagers von 139.700 Tonnen. Das Material wird zu verkaufsfähigem Wolfram-Konzentrat verarbeitet. Almonty vollzieht damit den entscheidenden Übergang: weg von der Erschließung, hin zu echten Umsätzen.
Sangdong ist keine neue Entdeckung. Die Mine hat eine lange Historie als Förderstätte, Almonty hat sie modernisiert und für die Wiederaufnahme der Produktion vorbereitet. Genau dieses Muster verfolgt das Unternehmen auch bei anderen Projekten in Europa und Asien: alte, einst produktive Minen reaktivieren und den kompletten Zyklus von Abbau bis Konzentrat-Produktion selbst steuern.
Analysten reagieren positiv
Die Investmentbank DA Davidson hat am 9. Juli ihr Kursziel für die Almonty-Aktie von 25 auf 33 US-Dollar angehoben. Das Buy-Rating bleibt bestehen. Begründet wird die Anhebung mit einem sich verbessernden Ausblick für den Wolfram-Markt und dem operativen Start in Sangdong.
Am Markt zeigt sich das in einer soliden Nachfrage. Käufer haben das Niveau im mittleren 15-Dollar-Bereich verteidigt und die Aktie in Richtung 16 bis 17 US-Dollar getrieben. Kursrückgänge werden offenbar zum Einstieg genutzt — ein Signal dafür, dass der Markt die jüngsten Nachrichten und den operativen Fortschritt positiv verarbeitet.
Wolfram als strategischer Rohstoff
Der eigentliche Reiz der Geschichte liegt aber woanders. Wolfram gilt als kritischer Rohstoff für Verteidigung, Energietechnik und Künstliche Intelligenz. Die Produktion wird bislang stark von China dominiert.
Mit dem Anlauf in Sangdong positioniert sich Almonty als westliche Alternative zu chinesischen Lieferketten. Marktbeobachter sehen darin einen zentralen Baustein für die Erzählung des Unternehmens als verlässlicher Wolfram-Lieferant außerhalb Chinas. Angesichts wachsender Sorgen um Versorgungssicherheit in strategischen Sektoren dürfte dieses Argument an Gewicht gewinnen.
Der eigentliche Test steht Almonty aber noch bevor: die Verarbeitung des Erzlagers muss nun in stetigen, verkaufsfähigen Konzentratmengen münden. Erst laufende Produktionszahlen aus Sangdong werden zeigen, ob sich der optimistische Ausblick der Analysten in Umsatz übersetzt.
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