Almonty Aktie: Sangdong produziert seit 1. Juli
Almonty Industries hat die Verarbeitung in der Sangdong-Mine aufgenommen. Der Start erfolgt inmitten einer globalen Wolfram-Knappheit und steigender Preise.

Kurz zusammengefasst
- Verarbeitungsstart am 1. Juli 2026
- China drosselt Wolfram-Exporte drastisch
- Preise für Wolfram-Derivate explodieren
- Aktie mit 93 Prozent Plus seit Januar
China dreht den Exporthahn zu, die Preise explodieren – und mittendrin schaltet Almonty Industries seine Wolfram-Mine in Südkorea auf Produktion. Der Zeitpunkt könnte kaum passender sein.
Am 1. Juli 2026 hat das Unternehmen offiziell die Verarbeitung am Sangdong-Standort gestartet. Damit verlässt Almonty die reine Entwicklungsphase. Das Unternehmen erzielt ab sofort Umsätze mit dem Projekt.
Ein Markt unter Druck
Zwischen Februar und April 2026 stoppte China seine Exporte von Wolframkarbid und -pulver nach Japan. Die Folge: Die Preise für wichtige Wolfram-Derivate schossen nach oben. Wolframhexafluorid, ein Gas für die Halbleiterfertigung, verteuerte sich im April um 203,83 Prozent binnen eines Monats auf 149,79 Dollar je Kilogramm.
Auch in Europa zieht der Preis für Ammoniumparawolframat kräftig an. Seit Jahresbeginn 2026 stieg er um 234,2 Prozent und lag am 2. Juli zwischen 2.900 und 3.250 Dollar je Tonneneinheit. Die weltweite Wolfram-Knappheit außerhalb Chinas macht Sangdong zu einer strategisch wichtigen Bezugsquelle – vor allem für die Halbleiterindustrie und die Fertigung hochreiner Wolfram-Derivate.
Lagerbestand mit Signalwirkung
Almonty hat am Standort rund 139.700 Tonnen Roherz gelagert, mit einem durchschnittlichen Gehalt von etwa 0,25 Prozent Wolframtrioxid. Zu aktuellen Marktpreisen entspricht der enthaltene Wolfram-Anteil einem geschätzten Bruttowert von rund 68 Millionen Dollar. Nach Unternehmensangaben deckt dieser Bestand etwa 2,6 Monate der Phase-I-Verarbeitungskapazität ab.
CEO Lewis Black bezeichnete den Produktionsstart als formalen Übergang zu einem umsatzgenerierenden Betrieb für den südkoreanischen Standort.
Kursverlauf mit Ausschlägen
Die Almonty-Aktie schloss am Montag bei 23,23 kanadischen Dollar. Vom 52-Wochen-Hoch von 33,35 CAD, erreicht am 17. April 2026, liegt der Kurs damit 30,34 Prozent entfernt. Zum 200-Tage-Durchschnitt von 18,42 CAD besteht dagegen ein Abstand von plus 26,10 Prozent.
Die längerfristige Entwicklung fällt deutlich aus: Seit Jahresbeginn hat die Aktie 93,10 Prozent zugelegt, auf Zwölf-Monats-Sicht steht ein Plus von 211,81 Prozent. Der RSI-Wert von 43,8 signalisiert derzeit keine überkaufte Situation – trotz der kräftigen Kursgewinne der vergangenen Monate bleibt also Spielraum nach oben.
Ausblick auf Sangdong
Mit dem Start der Verarbeitung rückt jetzt die volle Auslastung der Phase-I-Kapazität in den Fokus. Die Mine soll eine zentrale Rolle bei der Diversifizierung globaler Lieferketten für kritische Rohstoffe einnehmen – befeuert durch die wachsende Nachfrage nach hochreinen Wolfram-Derivaten für KI-Chips und andere Hochtechnologie.
Der Produktionsstart legt damit das fundamentale Fundament für die weitere Unternehmensbewertung. Entscheidend wird nun, wie schnell sich der bestehende Erzbestand in verkaufsfähiges Konzentrat verwandeln lässt.
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