Almonty Aktie: Sangdong verdoppelt auf 1,2 Millionen Tonnen
Almonty Industries vollzieht Wandel zum operativen Wolframproduzenten. Die Sangdong-Mine läuft, der Umsatz steigt rasant, und die Bilanz ist solide.

Kurz zusammengefasst
- Kursanstieg von über 600 Prozent
- Sangdong-Mine nimmt Betrieb auf
- Umsatzplus von 221 Prozent
- Neuer CFO ab Juni 2026
Vor einem Jahr notierte die Almonty-Aktie noch bei knapp 3,56 CAD. Heute steht sie bei 25,80 CAD. Der Kursanstieg von über 600 Prozent in zwölf Monaten spiegelt eine fundamentale Verwandlung wider: Almonty Industries ist kein Minenentwickler mehr, sondern ein operativer Wolframproduzent mit mehreren Standbeinen.
Sangdong läuft — und soll sich verdoppeln
Der Kern der Geschichte ist die Sangdong-Mine in Südkorea. Ende März 2026 nahm sie den kommerziellen Betrieb auf. Die Anlage verarbeitet jährlich 640.000 Tonnen Erz und produziert rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Der Erzgehalt liegt bei etwa 0,51 Prozent Wolframtrioxid — deutlich über dem globalen Durchschnitt.
Das Unternehmen plant, die Kapazität bis 2027 auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr zu verdoppeln. Bei voller Auslastung würde Sangdong rund 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.
Dazu passt die Preisentwicklung. APT — die wichtigste Handelsform für Wolfram — kletterte von rund 900 auf über 3.000 US-Dollar je metrische Tonne. Auslöser war Chinas Umstellung auf ein Lizenzsystem mit nur 15 staatlich kontrollierten Exporteuren. Seit Anfang 2026 sind APT-Exporte aus China faktisch eingefroren. Ab Januar 2027 dürfen US-Rüstungsunternehmen chinesisches Wolfram nicht mehr verwenden.
Zahlen zeigen den Wendepunkt
Das erste Quartal 2026 belegt den Übergang zur Profitabilität. Der Umsatz stieg um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 6,1 Millionen Dollar, der operative Cashflow bei 9,7 Millionen Dollar.
Der Nettoverlust schrumpfte auf 5,3 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal hatte ein nicht zahlungswirksamer Verlust aus der Neubewertung von Optionsscheinen allein 25,8 Millionen Dollar gekostet — dieser Effekt entfiel diesmal.
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Die Bilanz gibt Spielraum. Per Ende März hielt Almonty 259,9 Millionen Dollar in bar, das Working Capital betrug 169,5 Millionen Dollar. Diamond Equity Research hob die EPS-Schätzung für das Geschäftsjahr 2027 auf 1,68 US-Dollar an — nach zuvor 1,43 Dollar.
Drei Projekte, ein neuer CFO
Sangdong ist nicht das einzige Projekt. Nur 150 Meter entfernt liegt ein Molybdänprojekt mit einer erwarteten Minenlebensdauer von rund 60 Jahren. Bei voller Kapazität soll es jährlich etwa 5.600 Tonnen Molybdän liefern. Der südkoreanische Konzern SeAH M&S kauft die gesamte Produktion über die Minenlebensdauer — zu einem Mindestpreis von 19,00 US-Dollar je Pfund vor Verarbeitungsabzügen. Den Produktionsstart plant Almonty noch für Ende 2026.
In Montana kommt ein dritter Standort hinzu. Das Gentung-Projekt soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen. Die geplante Kapazität liegt bei rund 140.000 metrischen Tonne-Einheiten pro Jahr.
Parallel dazu trat am 1. Juni 2026 Jorge Beristain als neuer CFO an. Er kommt von Ryerson Holding Corp., einem an der NYSE notierten Metalldienstleister, wo er als Vice President Finance tätig war.
AGM und der nächste Schritt
Am 9. Juni 2026 hält Almonty seine Hauptversammlung in Toronto ab. Auf der Tagesordnung stehen Standardpunkte: Jahresabschluss 2025, Wahl von sieben Direktoren, Bestätigung des Abschlussprüfers Zeifmans LLP. Symbolisch ist das Treffen trotzdem — es ist die erste Hauptversammlung als operativer Mehrstandort-Produzent.
Die Aktie notiert rund 20 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 32,07 CAD und hat in den vergangenen 30 Tagen knapp ein Fünftel verloren. Der RSI liegt bei 70,4 — am oberen Rand des neutralen Bereichs. Wer auf der Hauptversammlung Klarheit über die Sangdong-Durchsatzraten und den Zeitplan für Phase 2 erwartet, bekommt am 9. Juni die erste offizielle Gelegenheit dazu.
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