Almonty Aktie: Sphene Capital setzt Ziel auf 26,40 Dollar
Sphene Capital bleibt optimistisch, während Goldman Sachs Risiken sieht; Almonty meldet Förderstart und langfristige Abnahmeverträge.

Kurz zusammengefasst
- Sphene Capital bestätigt Kaufurteil
- Neues Kursziel: 26,40 US-Dollar
- Erste Wolframförderung in Sangdong gemeldet
- Abnahmevertrag für mindestens 1.720 Tonnen WO₃
Die Analystenlandschaft blickt mit wachsender Aufmerksamkeit auf den Wolframproduzenten Almonty. Am gestrigen Montag hat das Analysehaus Sphene Capital in einer aktuellen Studie seine Kaufempfehlung für die Aktie bestätigt. Die Experten setzten ein neues Kursziel von 26,40 US-Dollar fest, nachdem der Zielwert zuvor bei 38,90 Kanadischen Dollar gelegen hatte.
An der Börse notierte das Papier am gestrigen Montag bei einem Schlusskurs von 11,70 Euro, was einem Tagesverlust von 2,8 Prozent entsprach. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel dennoch ein deutliches Plus: Seit Jahresanfang steht ein Kursgewinn von 47 Prozent zu Buche. Die Einschätzung von Sphene Capital unterstreicht das erhebliche Aufwärtspotenzial, das optimistische Marktbeobachter dem Rohstoffwert zuschreiben.
Geteilte Meinungen unter den Experten
Das Urteil am Markt fällt allerdings nicht einheitlich aus. Nur wenige Tage zuvor hatte Goldman Sachs die Beobachtung von Almonty aufgenommen. Die US-Investmentbank positionierte sich am 24. September mit einer neutralen Einstufung und formulierte ein Kursziel von 13,00 US-Dollar.
Die Analysten von Goldman Sachs begründeten ihre vorsichtigere Haltung unter anderem mit einer möglichen Normalisierung der weltweiten Wolframpreise. Zudem verwiesen sie auf das Risiko eines langsamer als erwartet verlaufenden Hochfahrens der Sangdong-Mine in Südkorea. Während Sphene Capital also auf eine dynamische Wertentwicklung setzt, preist Goldman Sachs operative Verzögerungen und Preisrisiken stärker in das Bewertungsmodell ein.
Operative Meilensteine bei Sangdong und Los Santos
Hinter den unterschiedlichen Kurszielen stehen die jüngsten Fortschritte des Unternehmens bei seinen Schlüsselprojekten. In Südkorea erteilten Behörden die behördlichen Inspektionszertifikate für die Aufbereitungs- und Zerkleinerungsanlagen von Sangdong, was den Beginn des kommerziellen Betriebs ermöglichte.
In der Folge meldete Almonty die erste Wolframförderung an diesem Standort seit dem Jahr 1993. Mehr als 90 Prozent der Produktion der ersten Phase sind über eine Vereinbarung mit Global Tungsten & Powders vertraglich gebunden.
Zusätzliche Planungssicherheit verschaffte sich der Konzern durch ein Abkommen in Europa. Mit der Sandvik-Tochter Wolfram Bergbau und Hütten AG vereinbarte Almonty einen mehrjährigen Abnahmevertrag auf Take-or-pay-Basis. Dieser umfasst mindestens rund 1.720 Tonnen WO₃ aus der Wiederaufbereitung von Haldenmaterial der spanischen Los-Santos-Mine.
Die Vereinbarung beinhaltet zudem eine bedingte Einmalzahlung in Höhe von 3,0 Millionen US-Dollar für die Abnahmerechte. Diese operativen Verträge bilden nun die Basis, an der sich die weiteren Markterwartungen messen lassen müssen.
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