Die Almonty-Aktie hat die Woche mit einem deutlichen Kurssprung begonnen. Auslöser waren ein Stimmrechtsbericht des Großaktionärs Deutsche Rohstoff AG und ein neues Abnahmeabkommen mit Sumitomo Electric. Zusammen mit der laufenden Hochlaufphase der Sangdong-Mine verstärkt das den positiven Nachrichtenfluss rund um den Wolframproduzenten.
- Kursplus in Toronto von knapp 10%
- Deutsche Rohstoff rutscht durch Kapitalerhöhung knapp unter die 10%-Schwelle
- Neues Wolfram-Abnahmeabkommen mit Sumitomo Electric
- Deutlich höheres Handelsvolumen an NASDAQ und TSX
- Analysten mit überwiegend positiven Einschätzungen
Deutsche Rohstoff unter 10%-Schwelle
Heute früh meldete Deutsche Rohstoff AG per Early-Warning-Report, dass ihr Anteil an Almonty auf voll verwässerter Basis unter die Marke von 10% gefallen ist. Hintergrund ist die Kapitalerhöhung, die Almonty am 10. Dezember 2025 abgeschlossen hat.
Im Zuge dieses Angebots hatte Almonty 18 Millionen neue Aktien zu 6,25 US-Dollar je Stück ausgegeben und damit 129,4 Mio. US-Dollar eingesammelt. Die Verwässerung entstand ausschließlich durch diese neue Aktienzahl; Deutsche Rohstoff hat nach eigenen Angaben keine Stücke verkauft.
Aktuell hält die Gesellschaft weiterhin 20.440.091 Aktien und CHESS Depository Interests sowie wandelbare Schuldverschreibungen, die den Erwerb von weiteren 5.666.077 Aktien ermöglichen. Auf dieser Basis kommt Deutsche Rohstoff nun auf rund 7,97% der ausstehenden Aktien (nicht verwässert) und 9,96% auf voll verwässerter Basis.
In der Meldung betont der Investor, man werde das Engagement laufend überprüfen und den Anteil je nach Investitionsüberlegungen erhöhen oder reduzieren.
Neues Abnahmeabkommen mit Sumitomo Electric
Für zusätzlichen Rückenwind sorgte eine Meldung vom 2. Januar. In einem Form-6-K-Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC legte Almonty ein neues Abnahmeabkommen zwischen der portugiesischen Tochter Beralt Tin and Wolfram und Sumitomo Electric Industries offen. Das Abkommen ist seit dem 1. Januar 2026 in Kraft.
Gegenstand ist die Lieferung von Wolframkonzentrat aus der Panasqueira-Mine in Portugal. Konkrete Mengen- und Preisdetails wurden nicht veröffentlicht. Mit Sumitomo Electric gewinnt Almonty einen weiteren großen japanischen Abnahmepartner hinzu. Das Unternehmen zählt zu den bedeutenden Wolframanwendern, unter anderem für Hartmetalle und Schneidwerkzeuge.
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Deutlich höheres Handelsvolumen
Die Kombination aus Stimmrechtsmeldung, neuem Abnahmevertrag und den jüngsten Minenfortschritten schlug sich in einem klar erhöhten Handelsvolumen nieder.
- An der NASDAQ wechselten gestern 4.018.685 Almonty-Aktien den Besitzer, rund 63% mehr als die 2.467.042 Stück des Vortags. Im Tagesverlauf erreichte der Kurs dort ein Hoch von 9,10 US-Dollar.
- An der TSX eröffneten die Papiere bei 12,25 CAD, handelten in einer Spanne von 12,09 bis 13,25 CAD und schlossen bei 13,22 CAD. Der Umsatz lag mit 877.006 Aktien deutlich über dem Durchschnitt.
Der Anstieg setzt eine positive Kursentwicklung fort, die Mitte Dezember an Fahrt aufgenommen hatte. Am 16. Dezember 2025 hatte Almonty den Start des kommerziellen Bergbaus in der südkoreanischen Vorzeigemine Sangdong gemeldet.
Analystenstimmen und institutionelles Interesse
Die Analystenbewertungen bleiben überwiegend positiv. DA Davidson bestätigte am 19. Dezember ein „Buy“-Votum mit Kursziel 12 US-Dollar. Oppenheimer führt die Aktie nach einer Hochstufung im Oktober mit „Outperform“ und ebenfalls einem Ziel von 12 US-Dollar. Im Konsens ergibt sich daraus eine Einstufung als „Moderate Buy“ bei einem durchschnittlichen Kursziel von 10,17 US-Dollar.
Parallel hat das institutionelle Interesse zuletzt zugenommen. Laut SEC-Unterlagen hat Old West Investment Management im dritten Quartal 2025 eine neue Position im Umfang von 2,15 Mio. US-Dollar aufgebaut. Zudem sind Huntleigh Advisors, BLB&B Advisors und General American Investors als neue Anteilseigner eingestiegen.
Ausblick auf 2026
Operativ startet Almonty mit Rückenwind ins Jahr 2026. Nach dem Produktionsbeginn der Sangdong-Mine und der Übernahme eines Projekts in Montana arbeitet das Unternehmen an der weiteren Produktionssteigerung. Der nächste feste Termin im Kalender ist der Quartalsbericht zu Q4 2025.
Vor dem Hintergrund erhöhter Wolframpreise und anhaltender Lieferkettenrisiken kommt der Rolle Almontys als nicht-chinesischer Anbieter für westliche Industrie- und Verteidigungskunden besondere Bedeutung zu. Entscheidend dürfte in den kommenden Quartalen sein, wie zügig und zuverlässig die Produktion in Sangdong hochgefahren wird und in welchem Umfang die neuen Abnahmeverträge in Umsatz und Ergebnis durchschlagen.
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