Almonty: Aktie steigt 9 Prozent auf 16,47 Dollar
Almonty kündigt Aktienrückkauf über 300 Mio. USD an und verweist auf unterbewertete Tungsten-Assets. Die Aktie reagiert mit deutlichen Kursgewinnen.

Kurz zusammengefasst
- Rückkaufprogramm über 300 Millionen Dollar
- CEO sieht Aktie unterbewertet
- Sangdong-Mine startet Verarbeitungsbetrieb
- Umsatz vervierfacht sich im Q2
Almonty Industries hat am heutigen Montag ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 300 Millionen US-Dollar angekündigt. Das Unternehmen darf damit bis zu 14,4 Millionen eigene Aktien zurückkaufen, umgerechnet rund fünf Prozent der ausstehenden Anteile.
Das Programm läuft über 36 Monate, vom 24. August 2026 bis zum 24. August 2029. CEO Lewis Black begründete den Schritt damit, dass die Aktie unterbewertet sei und ein „Disconnect“ zwischen dem Kursniveau und den Tungsten-Vermögenswerten des Unternehmens bestehe.
Die Börse reagierte deutlich: Die Aktie stieg im US-Handel um 9 Prozent auf 16,47 US-Dollar, vorbörslich hatte das Papier zeitweise sogar 5,4 Prozent zugelegt. An der australischen Börse legte der Titel um 10,02 Prozent zu.
Sangdong-Mine liefert das Fundament
Der Rückkauf fällt in eine Phase, in der Almontys Sangdong-Mine in Südkorea im Juli 2026 den Verarbeitungsbetrieb aufgenommen hat. Black verwies in seiner Stellungnahme ausdrücklich auf den Fortschritt der Mine als Begründung für die aus seiner Sicht zu niedrige Bewertung der Aktie. Damit verknüpft das Unternehmen die Kapitalmaßnahme direkt mit dem operativen Hochlauf seines Kerngeschäfts.
Untermauert wird die These von den jüngsten Geschäftszahlen. Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete Almonty einen Umsatz von 43,0 Millionen US-Dollar, fast das Fünffache des Vorjahreswerts. Das Nettoeinkommen drehte auf 181,8 Millionen US-Dollar, nach einem Verlust von 58,2 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal.
Das EBITDA lag bei 17,6 Millionen US-Dollar. Bereits im ersten Quartal hatte Almonty mit einem Umsatz von 25,40 Millionen US-Dollar die Erwartungen von 22,99 Millionen US-Dollar übertroffen, wenngleich der operative Gewinn je Aktie mit minus 0,02 US-Dollar knapp unter der Konsensschätzung von 0,01 US-Dollar blieb.
Tungsten als strategischer Rohstoff
Die Nachfrage nach Tungsten aus nicht-chinesischen Quellen treibt die Story zusätzlich an. Der Rohstoff gilt als Schlüsselmaterial für Anwendungen in Künstlicher Intelligenz und Verteidigungstechnik, was die Sangdong-Mine als Lieferquelle außerhalb Chinas in ein günstiges Licht rückt.
Analysten bewerten die Aktie entsprechend positiv: Ein Kursziel von 33 US-Dollar mit einer Buy-Einstufung steht neben einer Strong-Buy-Einschätzung mit einem Kursziel von 25,30 US-Dollar im Raum.
Der freiwillige Rückzug von der australischen Börse, den Almonty parallel zur Meldung über den Sangdong-Fortschritt bestätigte, war bereits vor rund zwei Wochen Thema und ändert an der grundsätzlichen strategischen Ausrichtung nichts.
Im Zentrum der heutigen Nachrichtenlage steht vielmehr die Kombination aus Kapitalrückführung und operativer Bestätigung: Ein Unternehmen, das gerade erst in die Gewinnzone gedreht hat, signalisiert mit dem Rückkaufprogramm Vertrauen in die eigene Bewertung, während die Sangdong-Mine erstmals konkrete Verarbeitungsleistung liefert.
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