Für Almonty Industries ist heute ein entscheidender Tag. Mit dem Auslaufen der Haltefrist für Insider-Aktien könnte theoretisch eine Verkaufswelle auf den Markt zurollen, doch das Unternehmen steuert operativ dagegen. Während Anleger gespannt auf die Volumen blicken, untermauert der Wolfram-Produzent seine Ambitionen mit einer strategischen Personalentscheidung.
Ende der Haltefrist
Die im Dezember vereinbarte „Lock-up“-Periode endet heute offiziell. Diese Vereinbarung hatte Direktoren, leitende Angestellte und Schlüsselmitarbeiter nach der jüngsten Kapitalerhöhung für 30 Tage daran gehindert, ihre Anteile zu veräußern. Ab sofort können diese Insider wieder frei handeln, was auch für Optionen und gesperrte Aktienpakete (Restricted Stock Units) gilt.
Marktbeobachter richten ihren Blick nun auf die Liquidität. Da auch Großinvestoren wie Almonty Partners, LLC nicht mehr an die Verkaufsbeschränkungen gebunden sind, könnte das Handelsvolumen kurzfristig anziehen.
Hohe Gewinne locken
Die Situation ist brisant, da die Aktie deutlich über dem Preis der letzten Kapitalerhöhung notiert. Die neuen Anteile wurden für 6,25 US-Dollar ausgegeben, während der Kurs zuletzt bei rund 9,81 US-Dollar (ca. 13,43 CAD) lag.
Trotz dieses massiven Aufschlags und des offensichtlichen Anreizes für Insider, Gewinne mitzunehmen, zeigte sich der Kurs bislang stabil. Dass die Notierung so deutlich über dem Platzierungsniveau hält, werten Analysten als Zeichen für das anhaltende Vertrauen institutioneller Investoren in die langfristige Story.
Strategische Weichenstellung
Unmittelbar vor diesem Stichtag stärkte Almonty seine Führungsebene. Guillaume Wiesenbach de Lamaziere übernahm am 6. Januar die Position des Chief Development Officer (CDO). Der Finanzveteran bringt Erfahrung aus dem Management von Vermögenswerten in Milliardenhöhe mit, unter anderem bei AIG.
Diese Personalie zielt direkt auf die Professionalisierung der Kapitalstrategie ab. Mit operativen Verlusten von rund 65 Millionen CAD und einer ambitionierten Projektpipeline – allen voran die Sangdong-Mine in Südkorea sowie Projekte in Portugal, Spanien und Montana – benötigt das Unternehmen ein diszipliniertes Risikomanagement.
Operativer Durchbruch in Sicht
Die finanzielle Basis für die kommenden Monate scheint gesichert. Die jüngste Finanzierungsrunde spülte brutto 129,4 Millionen US-Dollar in die Kassen, die primär in den Hochlauf der Sangdong-Mine fließen.
Zudem trat am 1. Januar 2026 eine wichtige Abnahmevereinbarung mit Sumitomo Electric Industries in Kraft. Dieser Vertrag sichert zukünftige Absatzmengen und schafft Umsatztransparenz für die Phase der kommerziellen Produktion. Da die Mine bei voller Auslastung über 80 Prozent der weltweiten Wolfram-Produktion außerhalb Chinas liefern soll, ist die Bedeutung dieses Projekts kaum zu überschätzen.
Das aktuelle Analysten-Echo bleibt gemischt. Während die generelle Einschätzung positiv („Buy“) ist, liegt das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel von ca. 10,45 CAD unter dem aktuellen Kursniveau, was auf eine mögliche Überbewertung hindeutet. Dem gegenüber steht ein Nasdaq-Konsensziel von 11,00 US-Dollar, das weiteres Aufwärtspotenzial impliziert.
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