Almonty Aktie: Wolfram-Verarbeitung startet in Sangdong
Almonty Industries nimmt die Wolfram-Verarbeitung in Südkorea auf und fordert damit Chinas Marktdominanz heraus. Der Aktienkurs reagiert positiv.

Kurz zusammengefasst
- Wolfram-Verarbeitung in Sangdong gestartet
- Herausforderung an Chinas Marktmacht
- Erzlager mit 68 Mio. Dollar Bruttowert
- Aktie steigt um knapp drei Prozent
Im südkoreanischen Sangdong laufen die Mühlen. Almonty Industries hat dort offiziell die Wolfram-Verarbeitung gestartet. Damit greift das Unternehmen direkt die globale Marktmacht Chinas an. Anleger quittieren den Meilenstein mit steigenden Kursen.
Millionenwert auf Halde
Die laufende erste Phase nutzt ein bestehendes Erzlager. Genau 139.700 Tonnen Material liegen bereit. Der durchschnittliche Gehalt an Wolframtrioxid liegt bei 0,25 Prozent. Dieser Vorrat deckt gut zweieinhalb Monate Produktion ab.
Der Bruttowert der Halde beträgt rund 68 Millionen US-Dollar. Die Finanzierung des Starts ist gesichert. Kürzlich schloss Almonty eine Finanzierungsrunde über 700 Millionen Dollar ab. Die Nachfrage der Investoren überstieg das Angebot deutlich.
Parallel dazu stieg der Konzern in den Russell 1000 Index auf. Das rückt die Aktie in den Fokus großer Geldgeber. Die Marktkapitalisierung erreicht mittlerweile 3,78 Milliarden Euro.
Wettlauf um Lieferketten
China kontrolliert bisher rund 80 Prozent der weltweiten Wolfram-Produktion. Westliche Industriekonzerne suchen dringend nach Alternativen. Die Folge: Europäische Preise für Ammoniumparawolframat explodierten in diesem Jahr bereits um 240,5 Prozent. Almonty positioniert sich hier als rettender Anker für die westliche Versorgungssicherheit.
Die Konkurrenz formiert sich ebenfalls neu. In den USA testet Guardian Metal Resources die Verarbeitung alter Erze. In Großbritannien baut Tungsten West seine Hemerdon-Mine aus. Dort soll die volle Produktion Anfang 2027 starten. Masan High-Tech Materials aus Vietnam bündelt derweil die Kräfte mit dem südkoreanischen Partner GB Innovation.
Blick auf den Kurs
An der Börse bringt der Produktionsstart frischen Wind. Die Aktie kletterte am Donnerstag um 2,89 Prozent auf 21,73 Kanadische Dollar. Damit nähert sich der Wert einer technischen Wende.
Das Papier notiert aktuell 34,84 Prozent unter dem Jahreshoch vom April. Der Relative-Stärke-Index steht bei 39,8. Technische Analysten werten dieses Niveau oft als überverkauft. Der langfristige Aufwärtstrend hält an. Seit Jahresbeginn verbuchen Aktionäre einen Gewinn von 80,63 Prozent.
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