Almonty: Form S-8 für 2,6 Millionen neue Aktien
Almonty-Aktie erholt sich nach technischem Ausverkauf. Neue Vergütungspläne und US-Firmensitz signalisieren strategische Neuausrichtung auf den US-Markt.

Kurz zusammengefasst
- SEC-Meldung zu neuen Management-Aktien
- Kursplus nach Abklingen des Verkaufsdrucks
- Rückzug von australischer Börse geplant
- Quartalszahlen am 17. August erwartet
Almonty Industries hat eine turbulente Woche hinter sich. Nach dem Rückzug von der Toronto Stock Exchange stand die Aktie unter massivem technischem Verkaufsdruck. Jetzt mehren sich die Anzeichen, dass diese Welle abebbt.
Am 5. August meldete das Unternehmen der US-Börsenaufsicht SEC ein sogenanntes Form S-8. Damit registriert Almonty neue Aktien für überarbeitete Vergütungsprogramme des Managements. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Er fällt mit einer spürbaren Kurserholung zusammen.
Neue Aktien für das Management
Einen Tag zuvor, am 4. August, hatte Almonty zwei überarbeitete Vergütungspläne beschlossen. Für den „Fourth Amended and Restated Incentive Stock Option Plan“ registrierte das Unternehmen 1.562.996 Stammaktien. Für den „Amended and Restated Restricted Share Unit Plan“ kamen 1.068.571 Aktien hinzu.
Die Pläne sollen die Interessen des Managements stärker an den langfristigen Unternehmenserfolg koppeln. Der Hintergrund: Almonty verlässt gerade die kapitalintensive Bauphase der Sangdong-Mine und wechselt in den Regelbetrieb. Die SEC-Meldung bestätigte zudem den neuen Firmensitz in Dillon, Montana — ein weiteres Signal für die strategische Ausrichtung auf den US-Kapitalmarkt.
Verkaufsdruck lässt nach
Am 5. August legte die Almonty-Aktie im europäischen Handel um 4,17 Prozent zu und erreichte 11,995 Euro. Der Handelstag zuvor hatte bereits ein Plus von 5,40 Prozent gebracht. Marktbeobachter führen die Erholung auf das Auslaufen eines technischen Ausverkaufs zurück.
Ausgelöst hatte diesen der freiwillige Rückzug von der Toronto Stock Exchange am 31. Juli. Der Schritt führte automatisch zum Ausschluss aus mehreren kanadischen Small-Cap-Indizes. Passive Fonds und ETFs mussten daraufhin ihre Bestände abbauen — unabhängig davon, wie das operative Geschäft tatsächlich lief. Mit dem Abklingen dieser indexgetriebenen Verkäufe richtet sich das institutionelle Interesse nun wieder auf die operativen Fortschritte in Südkorea und Portugal.
Rückzug auch von der ASX
Der Wechsel der Handelsplätze ist damit noch nicht abgeschlossen. Almonty zieht sich parallel auch von der Australian Securities Exchange zurück.
Der letzte Handelstag für die CHESS Depositary Interests in Australien ist der 28. August. Die offizielle Streichung von der Liste folgt am 1. September. Ziel der Bündelung ist es, Verwaltungskosten zu senken und die Liquidität auf den Nasdaq Capital Market sowie die Frankfurter Börse zu konzentrieren. Australische CDI-Inhaber können ihre Anteile im Verhältnis 1:1 in Nasdaq-Aktien umtauschen.
Zahlen mit Spannung erwartet
Der nächste wichtige Termin fällt auf den 17. August. Für diesen Tag erwarten Investoren die Quartalszahlen zum Ende des zweiten Quartals 2026.
Der Bericht soll zeigen, wie weit der Produktionshochlauf an der Sangdong-Wolfram-Mine fortgeschritten ist. Die Anlage hat im Juli 2026 die Verarbeitung aufgenommen und gilt als Kernstück von Almontys Strategie, zu einem der wichtigsten westlichen Wolfram-Lieferanten aufzusteigen. Im ersten Quartal 2026 hatte das Unternehmen bereits einen positiven operativen Cashflow von 9,7 Millionen US-Dollar erzielt — ob sich dieser Trend im zweiten Quartal bestätigt, wird sich am 17. August zeigen.
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