Alphabet Aktie: 460 Milliarden Cloud-Auftragsbestand
Alphabet überzeugt mit starkem Cloud-Wachstum und KI-Investitionen, während ein Sondergewinn den Quartalsgewinn künstlich erhöht.
Kurz zusammengefasst
- Umsatz steigt auf 109,9 Milliarden Dollar
- Cloud-Sparte verdoppelt Auftragsbestand
- Wiz-Übernahme stärkt Sicherheitsangebot
- Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
Alphabet liefert im ersten Quartal 2026 Zahlen, die auf den ersten Blick beeindrucken — und auf den zweiten Blick einige Fragen aufwerfen. Der Konzern wächst, investiert massiv und zieht institutionelles Kapital an. Die Aktie notiert mit rund 332 Euro knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn bereits 23 Prozent zugelegt.
Quartalszahlen mit einem Sternchen
Der Umsatz kletterte im ersten Quartal auf 109,9 Milliarden Dollar — ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis wuchs um 30 Prozent, die operative Marge weitete sich auf 36,1 Prozent aus.
Beim Gewinn je Aktie ist Vorsicht angebracht. Mit 5,11 Dollar übertraf Alphabet die Analystenerwartungen von rund 2,65 Dollar deutlich — allerdings steckt dahinter ein Sondereffekt. Ein nicht realisierter Buchgewinn auf Beteiligungen in Höhe von 37,7 Milliarden Dollar blähte das Ergebnis erheblich auf. Das operative Geschäft läuft stark, doch der EPS-Sprung ist kein reines Zeichen operativer Stärke.
Google Cloud bleibt das Zugpferd. Die Sparte steigerte ihren Umsatz um 63 Prozent auf 20 Milliarden Dollar, das Cloud-Betriebsergebnis verdreifachte sich auf 6,6 Milliarden Dollar. Der Cloud-Auftragsbestand verdoppelte sich auf über 460 Milliarden Dollar — ein Signal für anhaltend starke Nachfrage.
Wiz-Übernahme und TPU-Ausbau
Anfang des Jahres genehmigte die EU-Kommission die Übernahme des Cybersicherheitsunternehmens Wiz für 32 Milliarden Dollar ohne Auflagen. Der Deal stärkt Google Clouds Sicherheitsangebot für Unternehmenskunden und soll den sogenannten „AI Stack“ gegen Cyberangriffe absichern.
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Parallel dazu baut Alphabet seine KI-Chip-Infrastruktur aus. Die Partnerschaft mit Broadcom zur Entwicklung künftiger Tensor Processing Units wurde erweitert. Ab 2027 soll das KI-Startup Anthropic Zugang zu mehreren Gigawatt TPU-Rechenkapazität erhalten — abhängig von dessen kommerziellem Erfolg. Ferner berichten Branchenkreise, dass Meta Platforms Gespräche über den Einsatz von Alphabets KI-Chips für eigene generative Modelle führt. Sollte daraus ein Liefervertrag werden, würde das den Wert von Alphabets vertikal integriertem KI-Stack unterstreichen.
Dividende und Analystenbild
Das Board erklärte am 27. April eine Quartalsdividende von 0,22 Dollar je Aktie — fünf Prozent mehr als im Vorquartal. Auszahlung ist für Juni 2026 vorgesehen.
Institutionelle Investoren positionieren sich. Lebenthal Global Advisors verdoppelte seinen Bestand im vierten Quartal nahezu, Legacy Edge Advisors eröffnete eine neue Position. Analysten vergeben im Konsens ein „Strong Buy“, mit Kurszielen, die im Mittel deutlich über dem aktuellen Niveau liegen. Der Kurs hat seit seinem Tief im Mai 2025 mehr als 130 Prozent zugelegt — wer jetzt einsteigt, zahlt für eine Wachstumsstory, die liefert, aber auch bereits viel eingepreist hat.
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