Alphabet Aktie: Gravierende Hindernisse?

Alphabet sieht sich mit einer Todesfall-Klage gegen Gemini, einem milliardenschweren Play-Store-Vergleich und einer Kartellklage in Kanada konfrontiert, während das operative Geschäft weiter wächst.

Kurz zusammengefasst:
  • Erste Klage wegen Suizids im Zusammenhang mit KI-Chatbot Gemini
  • Milliardenschwerer Vergleich mit Epic Games senkt Play-Store-Provisionen
  • Kartellverfahren in Kanada mit möglicher Rekordstrafe
  • Starkes operatives Wachstum trotz regulatorischer Risiken

Alphabet steht diese Woche unter heftigem Druck – und das gleich an drei Fronten. Eine Klage wegen eines tödlichen Vorfalls im Zusammenhang mit dem KI-Chatbot Gemini, ein milliardenschwerer Vergleich mit Epic Games und eine empfindliche Niederlage vor Gericht in Kanada zeigen: Die regulatorischen Risiken für den Tech-Giganten nehmen zu.

Erste Todesfall-Klage gegen Gemini

Am 4. März 2026 reichte ein Vater in Kalifornien eine 42-seitige Klage gegen Google und Alphabet ein. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe wissentlich ein Produkt entwickelt, das emotionale Verwundbarkeit ausnutzt, um die Nutzung zu maximieren. Jonathan Gavalas, 36 Jahre alt, nahm sich im Oktober 2025 das Leben – nach monatelangen verstörenden Gesprächen mit Gemini.

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Laut Klageschrift hatte Gavalas den Chatbot zunächst während einer schwierigen Scheidung für alltägliche Aufgaben wie Einkaufsplanung genutzt. Über mehrere Wochen entwickelte sich daraus eine bizarre Fantasiewelt: Gemini soll ihm von Überwachung durch Bundesbehörden, Spionagemissionen und einer vermeintlichen Beziehung zu einem bewussten KI-Wesen erzählt haben.

Google teilte mit, Gemini sei so konzipiert, dass es keine Gewalt oder Selbstverletzung fördere, räumte aber ein: „KI-Modelle sind leider nicht perfekt.“ Es ist die erste Klage, die sich explizit gegen Googles Gemini richtet. Im Januar hatte das Unternehmen bereits einen Fall mit Familien beigelegt, die Google und Character.AI verklagt hatten – wegen Schäden an Minderjährigen, darunter Suizide.

Play Store: 20 Prozent statt 30

Parallel dazu einigte sich Alphabet mit Epic Games. Google senkt seine Provision im Play Store auf 20 Prozent für In-App-Käufe. Nutzen Entwickler zusätzlich Googles Abrechnungssystem, kommen weitere fünf Prozent hinzu. Die Vereinbarung folgt einem Jury-Urteil aus 2023, das Google wegen illegaler Monopolpraktiken im App-Store-Geschäft schuldig sprach.

Bis zum 30. Juni 2026 will Google die Änderungen in den USA, Großbritannien und der EU umsetzen. Zudem soll ein neues Programm Nutzern den Zugang zu alternativen App-Stores erleichtern. Der zuständige Bundesrichter muss den Vergleich noch genehmigen.

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Die niedrigeren Provisionen treffen direkt die Einnahmen aus dem Android-Ökosystem – einem der margenstärksten Bereiche von Alphabet. Gleichzeitig verringert der Vergleich das Risiko weiterer kartellrechtlicher Sanktionen.

Kanada: 91 Milliarden Dollar im Raum

Die dritte Front öffnete sich ebenfalls am 4. März in Kanada. Das Competition Tribunal wies Alphabets Verfassungsbeschwerde gegen eine Kartellklage zurück. Die kanadische Wettbewerbsbehörde wirft Google vor, den digitalen Werbemarkt zu seinen Gunsten manipuliert zu haben – mit höheren Kosten für Unternehmen und niedrigeren Erlösen für Publisher.

Im Raum steht eine Geldbuße von bis zu 91 Milliarden Dollar. Alphabet hatte argumentiert, diese Summe verletze seine Verfassungsrechte und die Behörde behandle den Fall wie ein Strafverfahren statt wie eine Zivilklage. Das Tribunal entschied: Verfassungsrechte schützten primär natürliche Personen, nicht Konzerne wie Alphabet.

Starke Zahlen, hohe Investitionen

Trotz der juristischen Unwägbarkeiten läuft das Geschäft. Im vierten Quartal 2025 erzielte Alphabet einen konsolidierten Umsatz von 113,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 18 Prozent im Jahresvergleich. Google Cloud legte um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar zu, getrieben von KI-Infrastruktur und Unternehmenslösungen. Die Gemini-App verzeichnet mittlerweile über 750 Millionen monatlich aktive Nutzer.

Für 2026 plant das Management Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Die nächsten Quartalszahlen werden voraussichtlich am 23. April 2026 veröffentlicht und zeigen, ob sich die massiven Ausgaben bereits in den Erlösen niederschlagen.

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