Alphabet Aktie: Marktbeobachtung angeraten
Alphabet sichert sich mit einem Vertrag bis 2031 die Entwicklung eigener KI-Chips und reduziert die Abhängigkeit von Nvidia. Trotz starker operativer Zahlen belasten hohe Investitionen und regulatorische Risiken die Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Langfristiger Liefervertrag mit Broadcom bis 2031
- Massive Kapitalausgaben für KI-Infrastruktur geplant
- Starkes Cloud-Wachstum im letzten Quartal
- Zunehmender regulatorischer Druck in mehreren Regionen
Während die Alphabet-Aktie seit ihrem Rekordhoch im Februar deutlich an Boden verloren hat, zimmert der Konzern im Hintergrund an seiner Hardware-Unabhängigkeit. Ein neuer, langfristiger Liefervertrag mit Broadcom soll die Entwicklung eigener KI-Chips bis ins nächste Jahrzehnt sichern. Der Deal zeigt, wie ernst es Google mit der Etablierung einer Alternative zu den dominierenden Nvidia-Prozessoren meint.
Unabhängigkeit im KI-Rüstungswettlauf
Der am Montag geschlossene Vertrag bindet Broadcom bis 2031 als Entwickler und Lieferant für Googles kommende Generationen von Tensor Processing Units (TPUs) sowie weiterer Hardware-Komponenten. Alphabet will damit seine Abhängigkeit von teuren externen Grafikprozessoren reduzieren und die eigene Architektur im großen Stil nutzbar machen.
Ein separater Vertrag gewährt dem KI-Startup Anthropic ab 2027 Zugriff auf Rechenkapazitäten im Umfang von rund 3,5 Gigawatt, die auf Googles TPUs basieren. Damit positioniert sich die Infrastruktur des Suchmaschinenriesen zunehmend als Plattform für externe Kunden und nicht mehr nur für den internen Gebrauch. Ein wichtiger Treiber für die künftigen Umsätze dürfte dabei der geplante Hochlauf des neuen „Ironwood“-Chips sein.
Starke Zahlen treffen auf hohe Kosten
Trotz dieser strategischen Fortschritte steht das Papier unter Druck. Seit dem Allzeithoch im Februar hat die Aktie binnen weniger Wochen mehr als 20 Prozent eingebüßt. Das drückte auch die Bewertung: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis fiel von über 29 zum Jahreswechsel auf aktuell rund 25,5.
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Verantwortlich für die Zurückhaltung der Anleger sind nicht die operativen Geschäfte. Das vierte Quartal 2025 lieferte mit einem Cloud-Wachstum von 48 Prozent und einem unerwartet starken Suchmaschinen-Geschäft robuste Daten. Vielmehr sorgen die massiven Investitionspläne für Respekt am Markt. Das Management plant für 2026 Kapitalausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Diese Infrastruktur-Offensive wird den freien Cashflow im laufenden Jahr spürbar belasten, bevor ab 2027 wieder mit deutlichen Zuwächsen gerechnet wird.
Juristischer Gegenwind nimmt zu
Zusätzlich trüben neue regulatorische Baustellen die Stimmung. In der Türkei läuft seit Anfang April eine formelle Untersuchung zu Googles Werbe- und Abrechnungspraktiken. Gleichzeitig schwebt in den USA die Klage des Justizministeriums über dem Konzern, die eine Abspaltung der Werbebörse AdX erzwingen könnte. In Europa steht zudem am 15. April ein wichtiges Kartellurteil an.
Die Richtung für die kommenden Monate wird sich bereits in wenigen Wochen entscheiden. Am 21. April präsentiert Alphabet die Zahlen für das erste Quartal 2026, wobei das Wachstum der Cloud-Sparte der wichtigste Indikator sein wird. Der langfristige Broadcom-Vertrag macht jedoch schon jetzt klar: Alphabet zieht seine gigantischen Infrastruktur-Investitionen für das KI-Zeitalter ungeachtet der aktuellen Marktschwankungen konsequent durch.
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