Alphabet hat diese Woche Geschichte geschrieben und die Marke von 4 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung durchbrochen. Treibende Kraft ist die lang erwartete Bestätigung einer strategischen Allianz mit Apple, die Googles KI-Modelle tief in das iPhone-Ökosystem integriert. Während Finanzhäuser ihre Kursziele reihenweise anheben, stellt sich die Frage: Wie viel Potenzial steckt noch in dieser Partnerschaft?
Apple-Deal als Katalysator
Die Allianz mit dem iPhone-Konzern ist der zentrale Grund für die jüngste Rally. Googles Gemini-Modelle werden künftig als technisches Fundament für eine runderneuerte Siri auf über 1,5 Milliarden Apple-Geräten dienen. Analysten von Wedbush bezeichnen diesen Schritt als „goldene Partnerschaft“, da sie Konkurrenten wie OpenAI strategisch ausbremst und Google den Zugriff auf den wichtigsten mobilen Immobilienmarkt sichert.
Neben den geschätzten Lizenzeinnahmen von rund einer Milliarde Dollar jährlich liegt der wahre Wert für Alphabet in der tiefen Integration und der Nutzung der Datenströme zur Verfeinerung der eigenen KI. Die Wall Street reagierte prompt auf diese Perspektive: Zwischen dem 13. und 15. Januar hoben mehrere Großbanken ihre Kursziele an. Goldman Sachs sieht die Aktie nun bei 375 US-Dollar, während die Bank of America das Ziel auf 370 US-Dollar schraubte.
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Cloud und Hardware als weitere Stützen
Doch der Fokus liegt nicht allein auf der Apple-Kooperation. Die fundamentalen Wachstumsmotoren laufen weiter auf Hochtouren. Die Cloud-Sparte verzeichnete zuletzt ein Umsatzwachstum von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während der Auftragsbestand (Backlog) um beachtliche 82 Prozent auf 155 Milliarden Dollar anstieg. Dies unterstreicht, dass Google nicht mehr nur als Suchmaschinen-Monopolist, sondern zunehmend als führender Anbieter von KI-Infrastruktur wahrgenommen wird.
Zudem verdichten sich Hinweise auf eine Hardware-Offensive. Leaks zu einer „Android XR“-App deuten auf einen baldigen Markstart von Smart Glasses hin, womit Alphabet direkt gegen Metas Ray-Ban-Serie antreten würde. Auch die Robotaxi-Tochter Waymo expandiert in 12 neue Städte und wird von Investoren mittlerweile als eigenständiger Werttreiber mit einer potenziellen Bewertung von bis zu 110 Milliarden Dollar betrachtet.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 4. Februar 2026. Die anstehenden Quartalszahlen müssen zeigen, wie sich die massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur – prognostiziert auf über 110 Milliarden Dollar für das Geschäftsjahr – auf die Margen auswirken. Charttechnisch notiert die Aktie nach einem Schlusskurs von 335,84 US-Dollar in Schlagdistanz zum Allzeithoch bei 340,60 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Widerstand wäre für die weitere Kursentwicklung entscheidend.
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