Der Personaldienstleister Amadeus Fire sieht sich mit einem schwierigen Marktumfeld und drastisch sinkenden Gewinnen konfrontiert. Nach der Veröffentlichung vorläufiger Jahreszahlen für 2025 rutschte das Papier am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 28,30 Euro. Marktteilnehmer reagieren damit auf einen operativen Ergebniseinbruch, der das Unternehmen an die Grenze seiner ohnehin gesenkten Prognosen führt.
Gewinneinbruch belastet die Bilanz
Die vorläufigen, noch ungeprüften Finanzkennzahlen für das vergangene Geschäftsjahr verdeutlichen die aktuelle operative Schwäche. Der Konzernumsatz sank um fast 17 Prozent auf rund 364 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 436,9 Millionen Euro erzielt worden waren. Damit bewegt sich der Wert zwar innerhalb der geplanten Spanne von 355 bis 385 Millionen Euro, bleibt jedoch deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurück.
Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang beim operativen Ergebnis (EBITA). Dieses schrumpfte von 55,5 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch zirka 14 Millionen Euro zusammen. Damit verfehlte das Unternehmen sogar knapp das untere Ende der im Herbst angepassten Zielsetzung, die zwischen 15 und 25 Millionen Euro gelegen hatte.
Konjunkturelle Bremsspuren im Kerngeschäft
Verantwortlich für die schwache Entwicklung sind primär gesunkene Roherträge in beiden Geschäftsbereichen. Im Segment Personaldienstleistungen hinterließ die wirtschaftliche Stagnation in Deutschland deutliche Spuren: Trotz des theoretisch hohen Fachkräftemangels agierten viele Kundenunternehmen bei Neueinstellungen äußerst zurückhaltend oder bauten Personal ab. Können die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen und Investitionen in die digitale Transformation diesen Trend zeitnah kompensieren?
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Zusätzlich belasteten Einmalaufwendungen für die Umstrukturierung das Ergebnis. Auch der Bereich Weiterbildung blieb hinter den Erwartungen zurück. Hier erschwerten eine restriktive Förderpolitik und Unklarheiten bei der Budgetvergabe für Bildungsgutscheine das Geschäft. Neu erworbene Gesellschaften konnten diesen Abwärtstrend aufgrund ihrer späten Integration im Jahresverlauf nur geringfügig abfedern.
Chartbild bleibt stark angeschlagen
An der Börse setzt sich die Talfahrt der Aktie damit beschleunigt fort. Mit dem aktuellen Kurs von 28,30 Euro hat der Titel allein seit Jahresbeginn über 33 Prozent an Wert verloren. Auf Sicht von zwölf Monaten beläuft sich das Minus sogar auf knapp 63 Prozent.
Der Abstand zum gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, der derzeit bei 55,37 Euro verläuft, verdeutlicht die massive charttechnische Schwäche. Da das Papier nun direkt auf seinem 52-Wochen-Tief notiert, fehlt es derzeit an technischen Unterstützungslinien aus der jüngeren Vergangenheit. Die Marktteilnehmer warten nun auf die finalen, geprüften Zahlen und konkrete Aussagen zum laufenden Geschäftsjahr 2026, um die Nachhaltigkeit der Restrukturierung bewerten zu können.
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