Amagvik Aktie: 50 Wohneinheiten in Amriswil geplant
Amagvik verschlankt sein Portfolio auf zwei Kernprojekte in Amriswil und Romanshorn. Neuer VR-Präsident Rosario erhält breite Aktionärsunterstützung.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf von Dussnang-Oberwangen und Wängi
- Fokus auf Amriswil und Romanshorn
- Neuer VR-Präsident Joelkis Rosario gewählt
- Finanzierungsverhandlungen für Romanshorn laufen
Zwei Projekte, ein neuer Verwaltungsratspräsident, ein frisch veröffentlichter Jahresabschluss — bei Amagvik verdichten sich die Ereignisse. Der Schweizer Wohnimmobilienentwickler hat sein Portfolio gezielt verschlankt und setzt nun alles auf Amriswil und Romanshorn.
Konsolidierung abgeschlossen
Das Frühjahr 2025 stand im Zeichen des Rückzugs. Das Projekt Dussnang-Oberwangen wurde im ersten Quartal gewinnbringend verkauft, eine Liegenschaft in Wängi erzielte bereits Ende 2024 einen Erlös von 385.000 Schweizer Franken. Was bleibt, sind zwei Entwicklungsprojekte im Thurgau — beide mit unterschiedlichem Reifegrad.
In Amriswil plant Amagvik 50 Wohneinheiten plus sechs Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Die Baubewilligung wurde für Ende 2025 erwartet. In Romanshorn liegt die Baugenehmigung bereits vor — zwei Mehrfamilienhäuser mit je drei Wohnungen und einer gemeinsamen Tiefgarage mit zwölf Stellplätzen. Derzeit verhandelt das Unternehmen die Baufinanzierung mit den beteiligten Banken. Das ist der entscheidende offene Punkt.
Führungswechsel mit breiter Rückendeckung
An der außerordentlichen Generalversammlung im April stimmten 90,77 Prozent der vertretenen Aktienstimmen den Anträgen des Verwaltungsrats zu. Joelkis Rosario wurde zum Präsidenten des Verwaltungsrats gewählt, Hero M. Eden rückte als neues Mitglied nach. Rosario übernimmt außerdem den Vorsitz im Vergütungsausschuss.
Die Abstimmungsergebnisse signalisieren Rückhalt für den eingeschlagenen Kurs — nach einem Führungswechsel im Januar und der anschließenden Bereinigung des Portfolios.
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Struktureller Rückenwind, operativer Engpass
Das Marktumfeld spielt Amagvik in die Karten. Laut Immobilienberater Wüest Partner speist sich das Angebot an neuen Mietwohnungen 2025 noch überwiegend aus Baubewilligungen der Jahre 2022 und 2023 — die Pipeline dahinter ist dünn. Bevölkerungswachstum trifft auf knappes Angebot, die Mietpreise dürften weiter steigen.
Das Problem: Amagvik muss erst bauen, bevor es davon profitiert. Solange die Finanzierungsverhandlungen in Romanshorn laufen und Amriswil auf die Baubewilligung wartet, bleibt der operative Fortschritt begrenzt.
Die ordentliche Generalversammlung folgt im Mai 2026. Konkreter wird es Ende September, wenn Amagvik die Halbjahreszahlen 2026 veröffentlicht — dann lässt sich ablesen, ob die Finanzierung steht und die Projekte in Bewegung geraten sind.
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