Amazon Aktie: 200 Milliarden für KI-Infrastruktur
Amazon treibt mit 200 Milliarden Dollar den KI-Ausbau voran und verkauft eigene Chips nun extern. Die Aktie konsolidiert unter dem Jahreshoch.
Kurz zusammengefasst
- Rekordinvestition von 200 Milliarden Dollar
- Eigene KI-Chips für externe Kunden
- Ausbau von Cloud und Satellitennetz
- Aktie knapp zehn Prozent unter Jahreshoch
200 Milliarden US-Dollar. Diese gigantische Summe will Amazon bis Ende 2026 in seine KI-Infrastruktur investieren. Der Konzern baut nicht nur Rechenzentren für seine Cloud-Tochter AWS massiv aus. Amazon greift auch etablierte Hardware-Entwickler direkt an.
Eigene Chips für externe Kunden
Im Zentrum der Strategie stehen die hauseigenen Trainium-KI-Chips. Bisher nutzte Amazon diese Prozessoren primär intern. Jetzt ändert das Management offenbar den Kurs. Der Konzern verhandelt aktuell mit externen Rechenzentrumsbetreibern. Das Ziel: komplette Racks dieser Prozessoren direkt an externe Kunden zu verkaufen. Damit positioniert sich das Unternehmen als ernstzunehmender Konkurrent im boomenden Hardware-Markt.
Parallel dazu treibt Amazon die Chip-Entwicklung für Endgeräte voran. Prozessoren wie der AZ3 und AZ3 Pro sollen künftig in Produkten wie dem Echo Show arbeiten. Lokale KI-Verarbeitung steht hier im Vordergrund. Nur durch diese enge Verzahnung von Hardware und Software lassen sich laut Management sichere Anwendungen garantieren. Obendrein fließt ein Teil der Rekordsumme in das konzerneigene Satellitennetzwerk Amazon Leo.
Aktie im Konsolidierungsmodus
An der Börse reagieren Investoren auf diese Kapitalintensität bisher besonnen. Am Freitag schloss die Amazon-Aktie bei 212,50 Euro. Auf Wochensicht steht ein leichtes Plus von rund vier Prozent auf der Kurstafel. Seit Jahresbeginn summiert sich der Gewinn auf knapp zehn Prozent.
Aktuell notiert das Papier rund zehn Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Dieses markierte die Aktie Anfang Mai bei 238,05 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) der vergangenen 14 Tage liegt mit 50,5 im absolut neutralen Bereich.
Die Umsetzung dieses massiven Investitionsplans entscheidet maßgeblich über Amazons künftige Margen. Konkrete Zahlen zur aktuellen Kostenentwicklung liefert das Management in Kürze. Zwischen Ende Juli und Anfang August präsentiert der Konzern seine Quartalsergebnisse. Dann müssen wachsende Cloud- und KI-Umsätze die geplanten Milliardenausgaben rechtfertigen.
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