Amazon Aktie: 9-Milliarden-Coup im All
Amazon verhandelt über die Übernahme von Globalstar, um mit einem strategischen Sprung im Satelliten-Internet gegen Starlink zu konkurrieren. Apple als großer Minderheitseigner stellt eine zentrale Hürde dar.

Kurz zusammengefasst
- Strategischer Sprung im Wettlauf gegen Starlink
- Apple hält 20 Prozent der Globalstar-Anteile
- Globalstar mit Rekordumsatz und EBITDA
- Amazon Quartalszahlen Ende April erwartet
Amazon verhandelt offenbar über den Kauf des Satelliten-Telekommunikationsunternehmens Globalstar — für rund 9 Milliarden Dollar. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf Insider. Das Ziel: Elon Musks Starlink im Markt für Satelliten-Internet direkt herauszufordern.
Globalstar-Aktien schossen nach der Meldung im nachbörslichen Handel um 24 Prozent auf 85 Dollar hoch. Das Unternehmen bringt einiges mit, was Amazon dringend braucht: ausgereifte Orbital-Genehmigungen und bestehende Bodeninfrastruktur — beides würde den Aufbau von Amazons eigenem Satellitennetz erheblich beschleunigen.
Amazons Aufholjagd gegen Starlink
Amazon betreibt unter dem Namen Amazon Leo ein eigenes Satellitenprojekt und hat seit April 2025 rund 200 Satelliten in die erdnahe Umlaufbahn gebracht. Geplant sind insgesamt etwa 7.700 Satelliten — doch der Zeitplan gerät unter Druck. Im Januar bat Amazon die US-Telekommunikationsbehörde FCC um mehr Zeit, um eine Frist für den Start von rund 1.600 Satelliten bis Juli 2026 einzuhalten.
Starlink ist derweil mit über 9.500 Satelliten und mehr als neun Millionen Nutzern weltweit weit enteilt. Eine Globalstar-Übernahme wäre für Amazon kein organisches Wachstum, sondern ein strategischer Sprung. Erste kommerzielle Vereinbarungen hat Amazon bereits geschlossen: JetBlue und Delta Air Lines sollen ab 2027 beziehungsweise 2028 mit Amazon-Satelliten-Internet versorgt werden.
Apples Anteil als Knackpunkt
Der Weg zum Abschluss ist alles andere als frei. Apple hält seit 2024 eine 20-Prozent-Beteiligung an Globalstar — erworben für 1,5 Milliarden Dollar, um die Satelliten-Infrastruktur für die iPhone-Notfallfunktion „SOS via Satellite“ zu stärken. 85 Prozent von Globalstars bestehender Satellitenkapazität sind exklusiv für Apple reserviert.
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Amazon müsste also nicht nur finanzielle und rechtliche Hürden überwinden, sondern auch eine Einigung mit dem Erzrivalen Apple über die künftige Nutzung der Infrastruktur erzielen. Laut Financial Times dauern die Verhandlungen bereits länger an, ohne dass eine Einigung erzielt wurde. Globalstar stand zuvor auch auf dem Radar von SpaceX, das laut Bloomberg im Oktober 2025 erste Gespräche über einen möglichen Kauf geführt hatte.
Quartalszahlen rücken näher
Globalstar selbst wächst: Der Umsatz stieg 2025 um neun Prozent auf 273 Millionen Dollar — das vierte Rekordjahr in Folge. Das bereinigte EBITDA kletterte auf einen Rekordwert von 136 Millionen Dollar bei einer Marge von 50 Prozent. Unterm Strich blieb jedoch ein Nettoverlust von 7,6 Millionen Dollar — deutlich besser als die 63 Millionen Dollar Verlust im Vorjahr, aber noch kein profitables Unternehmen.
Amazon selbst legt am 23. April 2026 nach Börsenschluss seine Quartalszahlen vor. Die Satellitenstrategie und die Kosten eines möglichen Globalstar-Deals dürften dabei im Mittelpunkt der Analysten-Fragen stehen.
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