Amazon-Aktie: Der Kracher!
Der Tech-Gigant muss den geplanten Release seiner neuen KI-gestützten Sprachassistentin verschieben. Die kostenpflichtige Version zeigt Schwächen bei Tests.

Kurz zusammengefasst
- Präsentation für internationale Presse bleibt bestehen
- Monatliche Gebühr von 5-10 USD geplant
- KI-Probleme schwerwiegender als erwartet
- Geringer Einfluss auf Amazon-Aktienkurs erwartet
Amazon ist ein Unternehmen, das sich durch ständige Optimierungen und zahlreiche Neuerungen auszeichnet. 1994 als kleiner Online-Buchhändler gestartet ist Amazon heute der größte Online-Händler der Welt. Die Aktie ist in einem echten Höhenflug. Der Titel hat am Montag weitere gut 0,9 % aufgesattelt und kommt nun bei 219,85 Euro an. Der Aufwärtstrend ist imens. Die Kurse sind damit auch fast auf dem Rekordniveau von 232 Euro. Es gibt indes auch kritische Stimmen.
Alexa 2: Sie kommt später
Bei all diesen Neuerungen geht auch manchmal etwas schief. So hat Amazon vorgehabt, Ende Februar die zweite Version von Alexa zu präsentieren. Alexa ist die auf Amazon-Geräten vorinstallierte Sprachunterstützung. Sie ist ein wenig „in die Jahre gekommen“ und wirkt im Vergleich zu den Konkurrenten Siri von Apple und Gemini von Google fast schon altbacken. Alexa 2 soll eine ausgefuchste künstliche Intelligenz (KI) sein. Ihr Funktionsumfang wird nicht mehr mit der „alten“ Alexa vergleichbar sein. Allerdings gibt es nun Probleme und Amazon wird den Veröffentlichungstermin wohl nicht halten können. Denn die KI hat bei diversen Testfragen versagt. Bitter für Amazon: Für den 26. Februar wurden bereits internationale Journalisten eingeladen. Der Termin soll aber auf jeden Fall stattfinden. Mittlerweile mehren sich die Gerüchte, dass die Probleme mit Alexa 2 schlimmer als erwartet sind. Das Release könnte sich also deutlich verzögern.
Gebühren für die neue KI
Amazon plant offensichtlich die neue KI nur gegen eine monatliche Gebühr von 5 bis 10 USD freizuschalten. Eine Verzögerung bedeutet also nicht nur einen Imageschaden, sondern durchaus wahrnehmbare Gewinneinbußen.
Die Amazon-Aktie sollte davon nicht massiv betroffen sein. Denn Amazon erwirtschaftete 2024 einen Gewinn von 59,3 Milliarden USD. Da sollten die verzögerten Gewinne bei Alexa 2 keine entscheidende Rolle spielen.
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