Amazon-Aktie: Die Lichter gehen aus!
US-Zollerhöhungen auf chinesische Waren belasten Amazon-Aktie, während schwindendes Verbrauchervertrauen und rückläufige Konsumtrends die Handelsaussichten trüben

Kurz zusammengefasst
- Deutlicher Kursrückgang an der New Yorker Börse
- Verbraucherindex zeigt sinkende Kaufbereitschaft
- Handelskrieg belastet E-Commerce-Giganten
- Technische Indikatoren signalisieren weiteren Abwärtsdruck
Gestern ging es für die Aktie von Amazon im New Yorker Handel wieder um -2,49% nach unten. Die Nachricht, dass Trump die Zölle auf chinesische Produkte auf schwindelerregende 104% erhöht hat, ließ die US-Börsen ins Negative drehen. Die 200-Tages-Linie bei rund 200 USD ist jetzt noch weiter von den Amazon-Notierungen entfernt. Die Aktie bleibt also auch rein aus charttechnischen Gründen weiterhin gefährdet für Rückschläge und den Angriff von Leerverkäufern.
Amazon: Die Konsumlaune sinkt weiter
Amazon ist direkt von der Konsumlaune der Kunden abhängig. Und diese war bereits im März massiv gesunken. Der Verbrauchindex war da bereits massiv gefallen. Nun ist es nicht schwer zu folgern, welche Auswirkungen der gerade eskalierende Handelskrieg mit China haben wird. Erst einmal werden die Preise steigen und dann direkt die Konsumlaune der Verbraucher weiter sinken. Das macht sich direkt bei Einzelhändlern wie Amazon bei den Gewinnen bemerkbar.
Das Verbrauchervertrauen unter der Lupe
Das US-Verbrauchervertrauen beruht auf der Befragung von 3.500 Haushalten und deren Einschätzung über die Lage der US-Wirtschaftsleistung. Der Indexwert für diesen Indikator ist im März 2025 auf 57,9 Punkte gesunken, 6,8 Punkte niedriger im Vergleich zum Vormonat. Das Verbrauchervertrauen spiegelt die Konsumneigung der US-Bevölkerung wider. Und ein derart fallender Index zeigt, dass es mit der Freude am Konsum bei den Amerikanern zumindest teilweise vorbei ist. Weitere Eskalationen im Handelskrieg werden diese verderbliche Entwicklung weiter beschleunigen.
Es bleibt dabei: Die Zölle müssen weg!
Man kann es drehen und wenden wie man möchte. Es sind die Zölle. Diese müssen weg oder zumindest auf ein erträgliches Maß sinken. Vorher wird es keine nachhaltige Aufwärtsbewegung an den Börsen geben. Ob Donald Trump das allerdings auch so sieht, ist aktuell fraglich.
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