Amazon steht vor zwei zentralen Ereignissen, die den Kurs in den kommenden Tagen prägen könnten. Zum einen verhandelt der Konzern mit Zulieferern über Preisanpassungen, nachdem die Zölle auf chinesische Importe gesenkt wurden. Zum anderen entscheidet der Supreme Court voraussichtlich heute über die Rechtmäßigkeit von Trumps globalen Zöllen – mit potenziell weitreichenden Folgen für Amazons Kostenstruktur.
Zoll-Urteil mit Milliarden-Tragweite
Der Oberste Gerichtshof der USA wird voraussichtlich am 14. Januar über die Rechtmäßigkeit der umfassenden Zölle entscheiden, die unter Präsident Trump eingeführt wurden. Nach einer Einigung zwischen Trump und Chinas Präsident Xi Jinping im Oktober 2025 sanken die durchschnittlichen US-Zölle auf chinesische Importe von 57% auf etwa 47%.
Für Amazon geht es um mehr als nur symbolische Bedeutung: Die Regierung könnte bei einem negativen Urteil Rückerstattungen in Höhe von 150 Milliarden Dollar leisten müssen. Über 1.000 Unternehmen – darunter Costco, Reebok und Peloton – haben bereits vorsorglich Klagen auf Zollrückerstattungen eingereicht.
Parallel dazu hat Amazon laut Reuters Gespräche mit Lieferanten aufgenommen, um frühere Zugeständnisse zurückzunehmen, die während der Hochphase der Zollbelastung gewährt wurden. Das Unternehmen strebt Preisnachlässe zwischen niedrigen einstelligen Prozentsätzen bis hin zu 30% an.
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50 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur
Unabhängig von der Zoll-Debatte hat Amazon eine massive Investition von 50 Milliarden Dollar in KI- und Supercomputing-Kapazitäten für Amazon Web Services angekündigt. Der Ausbau zielt speziell auf US-Regierungskunden ab und soll knapp 1,3 Gigawatt zusätzliche Kapazität schaffen.
AWS-Chef Matt Garman bezeichnet die Investition als entscheidend, um die Art und Weise zu verändern, wie Bundesbehörden Supercomputing nutzen. Das Projekt soll noch in diesem Jahr beginnen. AWS trägt etwa 66% zum operativen Gewinn von Amazon bei – bei einer operativen Marge von 35%. Der Marktanteil der Cloud-Sparte liegt bei rund 28-30%, während Microsoft Azure und Google Cloud aufholen.
Ausblick: Quartalszahlen am 5. Februar
Die Amazon-Aktie steht bei 242,60 Dollar und liegt seit Jahresbeginn rund 7% im Plus. Allerdings enttäuschte das Papier 2025 mit einer Rendite von nur 5,2%, während der S&P 500 um 17,9% zulegte. Am 5. Februar folgen die nächsten Quartalszahlen – dann wird sich zeigen, ob die milliardenschwere KI-Wette erste Früchte trägt.
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