Amazon Aktie: Lieferung in einer Stunde
Amazon führt in den USA Expresslieferungen für Prime-Mitglieder ein und baut gleichzeitig massiv KI-Rechenleistung bei AWS aus. Jeff Bezos plant zudem einen milliardenschweren Fonds für Industrie-Investitionen.

Kurz zusammengefasst
- Prime-Mitglieder erhalten Expresslieferung in einer Stunde
- AWS setzt bis 2027 eine Million Nvidia-GPUs ein
- Jeff Bezos plant 100-Milliarden-Dollar-Industriefonds
- Aktie notiert deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
Amazon hat gestern seinen Lieferdienst in den USA grundlegend erweitert. Wer Prime-Mitglied ist, bekommt Bestellungen aus über 90.000 Produkten künftig in einer oder drei Stunden — gegen Aufpreis, aber deutlich schneller als bisher.
Die neuen Lieferoptionen im Überblick
Der Drei-Stunden-Service ist in rund 2.000 US-Städten verfügbar und kostet Prime-Mitglieder 4,99 Dollar pro Bestellung. Die Ein-Stunden-Option, ausgerollt in Großstädten wie Los Angeles, Chicago und Houston, schlägt mit 9,99 Dollar zu Buche. Nicht-Prime-Kunden zahlen jeweils deutlich mehr: 14,99 beziehungsweise 19,99 Dollar.
Der Schritt kommt nicht aus dem Nichts. 2025 lieferte Amazon 6,7 Milliarden Pakete in den USA — mehr als der staatliche Postdienst USPS. Die Infrastruktur für ultraschnelle Zustellung war also längst im Aufbau.
AWS setzt auf KI-Rechenleistung
Parallel dazu verstärkt Amazon Web Services seine KI-Infrastruktur erheblich. AWS hat einen Chip-Deal mit Nvidia bestätigt und plant, bis 2027 rund eine Million GPUs einzusetzen. Der Fokus liegt auf sogenannter KI-Inferenz — also dem Ausführen trainierter Modelle in Echtzeit. Laut Deloitte soll dieses Marktsegment bis 2026 einen Wert von über 50 Milliarden Dollar erreichen. Aktuell entfällt bereits rund zwei Drittel der gesamten KI-Rechenleistung auf Inferenz, gegenüber einem Drittel noch 2023.
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Ergänzt wird das Bild durch den internationalen Rollout von Alexa+: Diese Woche startete in Großbritannien ein Early-Access-Programm für den überarbeiteten Sprachassistenten.
Bezos denkt größer
Etwas abseits des Tagesgeschäfts bewegt sich Jeff Bezos mit einem eigenen Vorhaben. Berichten zufolge führt er erste Gespräche über einen Fonds mit einem Volumen von bis zu 100 Milliarden Dollar — das sogenannte „Manufacturing Transformation Vehicle“. Ziel ist die Übernahme und KI-gestützte Modernisierung von Unternehmen aus Halbleiterproduktion, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung. Der Fonds soll eng mit Project Prometheus zusammenarbeiten, einem KI-Startup unter Bezos‘ Mitführung, das auf die Simulation physischer Prozesse spezialisiert ist.
Für die Amazon-Aktie, die seit Jahresbeginn rund sieben Prozent im Minus liegt und deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt notiert, könnten die Logistik-Offensive und der AWS-Ausbau mittelfristig als Kurstreiber wirken — sofern die Investitionen die Margen nicht übermäßig belasten.
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