Amazon Aktie: Masters, Ultra und KI-Milliarden
Amazon verzeichnet starkes KI-Wachstum bei AWS und startet gleichzeitig exklusive Masters-Übertragungen sowie ein neues Premium-Streaming-Abonnement.

Kurz zusammengefasst
- KI-Umsatz von AWS über 15 Milliarden Dollar annualisiert
- Exklusive Live-Übertragung vom Masters-Golfturnier
- Neues Premium-Abo Prime Video Ultra gestartet
- Aktie steigt deutlich nach Aktionärsbrief von CEO Jassy
Drei Meilensteine an einem Tag: Amazon streamt erstmals live vom Masters-Golfturnier in Augusta, startet gleichzeitig sein neues Premium-Streaming-Abo — und CEO Andy Jassy legt mit seinem Aktionärsbrief nach. Die Aktie reagierte gestern mit einem Kursanstieg von 5,6 Prozent auf 233,65 Dollar bei deutlich erhöhtem Handelsvolumen.
Der eigentliche Kurstreiber: KI und AWS
Der stärkste Impuls kam nicht vom Golfsport, sondern aus Jassys Aktionärsbrief. Darin bezifferte er den annualisierten Umsatz der KI-Dienste von AWS auf mehr als 15 Milliarden Dollar — allein im ersten Quartal 2026. Hinzu kommt das Chip-Geschäft: Amazons eigene Trainium3-KI-Chips, die erst im März zu liefern begannen, sind bereits vollständig ausgebucht. Für Trainium4, das erst in 18 Monaten verfügbar sein wird, hat ein erheblicher Anteil der Kapazität bereits Großkunden reserviert.
William Blair reagierte prompt: Die Investmentbank bekräftigte ihr „Outperform“-Rating und nahm Amazon in ihre Conviction List auf — als Ersatz für Klaviyo. Als Begründung nannte die Firma die überzeugenden Belege für Amazons KI-Strategie sowie Potenzial für Margenverbesserungen im Einzelhandel durch Robotik und Automatisierung. Trotz des gestrigen Anstiegs wird die Aktie mit dem rund 28-fachen des diesjährigen Gewinnschätzungen bewertet — für ein Unternehmen mit führender Position im KI-Computing eine vergleichsweise moderate Bewertung.
Streaming und Sport als Wachstumshebel
Parallel dazu debütiert Prime Video als vierter Medienpartner in der Geschichte des Masters. Donnerstag und Freitag überträgt Amazon jeweils zwei exklusive Stunden aus Augusta, darunter den berühmten Amen Corner. Die Gesamtübertragungszeit des Turniers in den USA stieg damit auf 27 Stunden — ein Plus von 50 Prozent gegenüber 2024.
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Gleichzeitig führte Amazon heute sein neues Abo-Modell „Prime Video Ultra“ ein. Es kostet 4,99 Dollar pro Monat — 67 Prozent mehr als das bisherige werbefreie Tier — und bietet dafür bis zu fünf gleichzeitige Streams, 100 Offline-Downloads und exklusiven Zugang zu 4K/UHD-Inhalten. Für bestehende Prime-Jahresabonnenten gibt es eine Jahresmitgliedschaft für 45,99 Dollar.
Sport erfüllt für Amazon dabei mehrere Funktionen gleichzeitig: Er stärkt den Wert von Prime, schlägt eine Brücke zum E-Commerce-Geschäft und erzielt höhere Werbeeinnahmen — weil Sportinhalte, anders als die meisten anderen Produktionen auf Prime Video, live geschaut werden. Einen direkten kommerziellen Bezug zu Amazon wird es während der Masters-Übertragung allerdings nicht geben; das Turnier ist bekannt für seine strikte Beschränkung auf offizielle Sponsoren wie IBM, AT&T, Bank of America und Mercedes-Benz.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Aktie gestern durch sinkende Energiepreise infolge eines gemeldeten Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran — was Amazons Versandkosten entlastet.
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