Amazon treibt seine Ambitionen in den Bereichen künstliche Intelligenz und autonomes Fahren massiv voran. Um die enormen Kosten für neue Rechenzentren und Infrastruktur zu stemmen, nimmt der Tech-Gigant nun historische Summen am Anleihemarkt auf. Gleichzeitig sichert sich die Tochtergesellschaft Zoox einen strategisch wichtigen Partner für ihr Robotaxi-Geschäft, um den Rückstand auf die Konkurrenz aufzuholen.
Rekordschulden für den KI-Ausbau
Um im technologischen Wettlauf die notwendige Infrastruktur aufzubauen, greift Amazon tief in die Tasche. Der Konzern platzierte diese Woche Unternehmensanleihen im Wert von 37 Milliarden US-Dollar auf dem amerikanischen Markt. Hinzu kommen weitere 14,5 Milliarden Euro aus einer europäischen Emission. Die enorme Nachfrage der Investoren zeigt das Vertrauen in die Strategie, doch der Schritt war auch zwingend notwendig.
Die geplanten Investitionsausgaben von 200 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2026 übersteigen die Barreserven von 84 Milliarden US-Dollar deutlich. Amazon reiht sich damit in die Riege der großen Technologieunternehmen ein, die den extrem teuren KI-Ausbau zunehmend über Fremdkapital finanzieren müssen.
Zoox und Uber spannen zusammen
Neben der KI-Infrastruktur rückt auch das autonome Fahren in den Fokus. Die Amazon-Tochter Zoox hat eine weitreichende Partnerschaft mit Uber geschlossen. Ab diesem Sommer sollen die speziell entwickelten Robotaxis in Las Vegas über die Uber-App buchbar sein, Los Angeles folgt bis Mitte 2027. Bisher durfte Zoox seine Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen nur für Forschungszwecke und kostenlose Testfahrten einsetzen.
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Die Kooperation bietet einen entscheidenden strategischen Vorteil: Anstatt mühsam eine eigene Kundenbasis aufzubauen, nutzt Amazon das etablierte Netzwerk von Uber. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, den operativen Betrieb schneller zu skalieren und den Abstand zum aktuellen US-Marktführer Waymo zu verringern.
Hohe Kosten drücken den Cashflow
Die massiven Zukunftsinvestitionen hinterlassen jedoch Spuren in der Bilanz. Zwar stieg der operative Gewinn im vierten Quartal auf 25 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow brach in den vergangenen zwölf Monaten jedoch von 38,2 Milliarden auf 11,2 Milliarden US-Dollar ein. Hauptgrund dafür waren die um über 50 Milliarden US-Dollar gestiegenen Kapitalausgaben. Diese finanzielle Belastung spiegelt sich auch in der aktuellen Kursentwicklung wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 5,35 Prozent an Wert verloren und notiert derzeit bei 182,98 Euro.
Trotz des schwächeren freien Cashflows generiert das Kerngeschäft weiterhin gewaltige Mittelzuflüsse von knapp 140 Milliarden US-Dollar beim operativen Cashflow. Die Analysten bleiben angesichts dieser Ertragskraft mehrheitlich optimistisch. Von 67 befragten Experten raten im März 63 zum Kauf der Aktie. Die kurzfristigen finanziellen Belastungen durch den Infrastrukturaufbau werden am Markt als notwendiger Schritt einkalkuliert, um die langfristige Marktführerschaft in den Bereichen Cloud-Computing und Mobilität abzusichern.
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