Amazon Aktie: Raketen-Panne trifft Lizenz-Deadline!
Ein Fehlstart der New-Glenn-Rakete verzögert den Start von Amazon Kuiper-Satelliten und gefährdet die Einhaltung einer wichtigen FCC-Lizenzfrist bis Juli 2026.

Kurz zusammengefasst
- Fehlschlag beim dritten New-Glenn-Testflug
- FCC-Deadline für Satellitenstart droht verpasst zu werden
- Amazon übernimmt Globalstar für 11,6 Milliarden Dollar
- Goldman Sachs senkt Kursziel leicht, hält an Kaufempfehlung fest
Blue Origins New Glenn hat ein Problem — und das trifft Amazon zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Beim dritten Flug der Rakete am 19. April 2026 versagte die Oberstufe: Die Nutzlast erreichte nur 95 statt der geplanten 285 Meilen Höhe und muss de-orbitiert werden. Die Folge: eine monatelange Untersuchung, die den gesamten New-Glenn-Flottenbetrieb lahmlegen könnte.
FCC-Deadline rückt näher
Das Problem ist nicht nur technischer Natur. Amazon muss laut FCC-Auflagen bis Juli 2026 rund 1.600 Satelliten seines Projekts Kuiper (früher Project Leo) in die Umlaufbahn bringen, um die Betriebslizenz zu behalten. Aktuell befinden sich zwischen 210 und 241 Satelliten im Orbit — ein gewaltiger Rückstand. Der nächste geplante New-Glenn-Flug sollte die erste Produktionscharge von 48 Kuiper-Satelliten transportieren. Der fällt nun vorerst aus.
Wie Amazon die Lücke schließen will, ist offen. Das Unternehmen hat mehrere Trägerraketen unter Vertrag, doch der Zeitdruck ist real. Kein Wunder, dass die Lizenzsituation Marktbeobachter beschäftigt.
Globalstar-Deal als strategische Flanke
Parallel dazu hat Amazon gerade für 11,6 Milliarden Dollar den Satellitenbetreiber Globalstar übernommen. Der Deal sichert wichtige Spektrumlizenzen und soll Direktverbindungen zu Smartphones ermöglichen — inklusive Notfallfunktionen für iPhone und Apple Watch. Die Akquisition zeigt, wie ernst Amazon den Aufbau einer eigenen Telekommunikationsinfrastruktur nimmt. Der Raketenpanne zum Trotz bleibt die strategische Richtung klar.
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Wall Street bleibt konstruktiv
Goldman Sachs hat das Kursziel für die Amazon-Aktie leicht auf 275 Dollar gesenkt — von zuvor 280 Dollar — und begründete die Anpassung mit gestiegenen Kapitalausgaben für KI-Infrastruktur. Das Kaufvotum blieb bestehen. AWS lieferte zuletzt starke Zahlen: Der Cloud-Arm erzielte im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 35,6 Milliarden Dollar, der Konzernumsatz lag bei 213,4 Milliarden Dollar.
An der Börse notiert die Amazon-Aktie aktuell bei rund 211 Euro — knapp 39 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom April 2025, aber noch rund vier Prozent unter dem Jahreshoch. Der RSI von 54 signalisiert weder überkaufte noch überverkaufte Verhältnisse.
Die entscheidende Frage für die kommenden Wochen: Kann Amazon die FCC-Deadline mit alternativen Trägern retten, oder droht eine Nachverhandlung der Lizenzauflagen? Bis Juli 2026 bleiben weniger als drei Monate.
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