Amazon Aktie: Zuversicht wächst täglich!

Amazon steht vor der Veröffentlichung der Q1-Zahlen 2026. Analysten erwarten starke Ergebnisse, insbesondere von AWS und dem Werbegeschäft, trotz Margendruck und hoher Investitionen.

Redaktion Stock-World ·
Amazon Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Quartalszahlen am 29. April erwartet
  • AWS-Marge unter Druck
  • Werbegeschäft als zweiter Wachstumsmotor
  • Hohe Investitionen und Zollrisiken

Amazon steht kurz vor seinem ersten großen Zahlentest des Jahres. Am Dienstag, den 29. April, legt der Konzern seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor — und die Latte liegt hoch.

Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Hoch von 225,40 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie rund 17 Prozent zugelegt. Der Markt preist Stärke ein. Jetzt muss Amazon liefern.

AWS: Das Herzstück der Debatte

Der Umsatz soll laut Konsensschätzungen bei 177,2 Milliarden Dollar liegen — ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird auf 1,63 Dollar geschätzt. Beide Werte bewegen sich am oberen Ende der eigenen Unternehmensplanung.

Das meiste Augenmerk gilt Amazon Web Services. Die AWS-Marge für Q1 wird auf 35,7 Prozent geschätzt — deutlich unter den 37,7 Prozent, die Analysten im Oktober noch erwartet hatten. Die Spanne der Schätzungen reicht von 30,9 bis 40,0 Prozent. Das zeigt: Niemand ist sich wirklich sicher.

Dabei ist die Ausgangslage eigentlich stark. Im vierten Quartal 2025 wuchs AWS um 24 Prozent — der höchste Wert seit 13 Quartalen. CEO Andy Jassy erklärte im Aktionärsbrief, dass die AWS-KI-Umsätze auf eine annualisierte Rate von 15 Milliarden Dollar zulaufen.

Werbung als zweite Wachstumsquelle

Neben der Cloud entwickelt sich das Werbegeschäft zum zweiten Gewinnmotor. Im vierten Quartal 2025 erzielte Amazon mit Werbung 21,3 Milliarden Dollar Umsatz. Das Wachstum lag bei 23 Prozent — weit über dem Gesamtumsatzwachstum des Konzerns.

Goldman Sachs hat das Kursziel auf 290 Dollar angehoben. Die Bank sieht steigende Werberenditen als strukturellen Treiber neben AWS. Morgan Stanley bleibt bei „Overweight“ und bezeichnet Amazon als einen der direktesten Profiteure des KI-Infrastrukturbooms.

BMO-Analyst Brian Pitz erhöhte sein Kursziel auf 315 Dollar und verweist auf Kanalchecks, die eine Beschleunigung des AWS-Wachstums im ersten Quartal zeigen. Bank of America schätzt das AWS-Wachstum auf 28 Prozent — drei Punkte über dem Wall-Street-Konsens. Von 45 Analysten vergeben 42 ein Kaufvotum.

Tarife, Kosten, Kapitalausgaben

Nicht alles läuft reibungslos. Die Margen im Nordamerika-Einzelhandel werden auf 6,5 Prozent geschätzt, im internationalen Geschäft auf 3,2 Prozent. Zollrisiken und steigende Energiepreise drücken auf beide Segmente.

Obendrein hat Amazon seine Investitionsausgaben massiv hochgefahren. Von rund 53 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2023 sollen die Kapitalausgaben auf knapp 200 Milliarden Dollar im laufenden Jahr steigen. Ob der Konzern an dieser Planung festhält, dürfte eine der meistdiskutierten Fragen im Earnings Call werden.

Der Ausblick entscheidet

Bank of America erwartet für das zweite Quartal eine Umsatzprognose zwischen 185 und 190 Milliarden Dollar sowie ein operatives Ergebnis zwischen 17,5 und 21,5 Milliarden Dollar. Trifft Amazon diese Größenordnung und hält die Marge, dürfte der Markt das als Bestätigung werten. Verfehlt der Konzern den Ausblick oder zeigt sich Schwäche bei AWS, könnte die Aktie nach dem starken Lauf schnell unter Druck geraten.

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Amazon Aktie

219,05 EUR

– 0,15 EUR -0,07 %
KGV 20,10
KUV 3,47
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 2,69 Bio. USD
Ø Kursziel 328,22 USD
ISIN: US0231351067 WKN: 906866

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