AMD Aktie: 105,6 Millionen Dollar Insider-Verkäufe in 90 Tagen
Trotz Rekordhoch und starkem KI-Geschäft gerät AMD-Aktie durch Insider-Verkäufe und hohe Bewertung unter Druck.
Kurz zusammengefasst
- Kursrückgang nach Rekordhoch
- CEO Lisa Su verkauft Aktien
- Analysten sehen Wachstumschancen
- KI-Infrastruktur wird ausgebaut
AMD liefert weiter starke Argumente für die KI-Story. Trotzdem bekommt die Aktie Druck. Der Grund ist kein einzelner Schock, sondern ein Mix aus hoher Bewertung, Gewinnmitnahmen und auffälligen Insider-Verkäufen. Genau diese Mischung macht die Lage heikel.
Am Montag fiel die AMD-Aktie in den USA um 5,7 Prozent auf 424,10 Dollar. Kurz zuvor hatte der Chipwert noch ein Rekordhoch bei 469,21 Dollar erreicht. In Frankfurt notiert die Aktie bei 364,50 Euro, leicht unter dem Schlusskurs vom Freitag; auf Wochensicht steht ein Minus von 6,42 Prozent. Seit Jahresanfang hat sich der Kurs dennoch nahezu verdoppelt.
Insider-Verkäufe bremsen die Stimmung
Im Mittelpunkt steht CEO Lisa Su. Sie verkaufte 125.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 445,51 Dollar und erzielte damit rund 55,69 Millionen Dollar. Die Transaktion lief über einen vorab festgelegten Handelsplan, was die Signalwirkung reduziert, aber nicht beseitigt.
In Summe veräußerte Su zuletzt 460.000 Aktien für rund 126 Millionen Dollar. Ein kompletter Rückzug ist das nicht: Sie hält weiter einen sehr großen Anteil am Unternehmen. In den vergangenen 90 Tagen summierten sich die Insider-Verkäufe bei AMD auf 309.598 Aktien im Wert von 105,6 Millionen Dollar, während keine Insider-Käufe registriert wurden.
Das trifft auf einen Markt, der bei KI-Aktien sensibler geworden ist. Nach einer Rally mit hohen Erwartungen reichen Verkäufe aus dem Management oft schon, um Gewinnmitnahmen zu verstärken. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Analysten bleiben nicht einheitlich
Fundamental bleibt das Bild stark. Die Erste Group Bank hob ihre Gewinnschätzung je Aktie für das Geschäftsjahr 2026 auf 6,29 Dollar an, nach zuvor 5,74 Dollar. Das ist ein klares Signal, dass die Ergebnisdynamik höher eingeschätzt wird.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?
Für das Folgejahr erwartet die Bank 11,63 Dollar je Aktie. Die Bank of America bleibt ebenfalls konstruktiv und sieht das Kursziel bei 500 Dollar, verweist aber auf den wachsenden adressierbaren Markt für KI-Rechenzentren. Auf der anderen Seite steht ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 138, das wenig Raum für Enttäuschungen lässt.
KI-Ausbau läuft weiter
Operativ baut AMD seine Position im KI-Ökosystem aus. Mit Rackspace Technology wurde eine Absichtserklärung für eine Enterprise AI Cloud unterzeichnet. Die Plattform soll AMD-Instinct-GPUs und EPYC-CPUs nutzen, besonders für regulierte und souveräne Workloads.
AMD Ventures investierte außerdem 6,5 Millionen Dollar in Marvell Technology und erwarb 65.516 Aktien. Der Schritt zielt auf Silizium-Photonik, eine Schlüsseltechnologie für schnellere Datenverbindungen in Rechenzentren. Damit adressiert AMD einen Engpass, der beim Skalieren von KI-Infrastruktur immer wichtiger wird.
Die jüngsten Zahlen stützen die Wachstumsstory. Im ersten Quartal erreichte der Umsatz 10,3 Milliarden Dollar, ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Data-Center-Segment kam auf 5,8 Milliarden Dollar Umsatz und wuchs noch deutlich schneller.
Für das laufende Quartal stellt das Management rund 11,2 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Damit bleibt AMD operativ auf Expansionskurs. Der Kursrückgang zeigt aber: Bei dieser Bewertung zählt nicht nur Wachstum, sondern auch die Frage, wie viel davon bereits eingepreist ist.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...