AMD Aktie: 4,25 Prozent Sturz nach Rekordhoch
AMD-Aktie fällt nach Rekordhoch um 4,25 Prozent. Analysten sehen Potenzial durch KI-Wandel, während Insider und ARK Invest verkaufen.

Kurz zusammengefasst
- Kurssturz nach 52-Wochen-Hoch
- KI-Trend begünstigt EPYC-Prozessoren
- Insider und ARK Invest verkaufen
- Nvidia kündigt Konkurrenzchip an
Was für eine plötzliche Wende. AMD erreichte am Mittwoch mit 471,00 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Einen Tag später stürzt die Aktie um 4,25 Prozent auf 447,70 Euro ab. Die Jahresbilanz bleibt mit plus 135 Prozent beeindruckend. Daran ändert auch der Rücksetzer nichts. Der Kurs liegt zudem mehr als 112 Prozent über der 200-Tage-Linie.
Agentic AI verändert die Rechenzentren
Ein fundamentaler Wandel treibt die Hausse bei AMD. Der Trend zu „Agentic AI“ verschiebt die Hardware-Anforderungen in Datenzentren grundlegend. Bisher dominierten GPUs die KI-Cluster, das Verhältnis zu CPUs lag bei 12:1 oder 8:1. Jetzt nähert es sich einer 1:1-Verteilung.
Das ist eine gute Nachricht für AMD. Denn die EPYC-Prozessoren gelten als führend im High-Performance-CPU-Segment. Barclays-Analyst Tom O’Malley erhöhte das Kursziel auf 665 US-Dollar. Er rechnet mit einem CPU-Marktvolumen von 200 Milliarden Dollar bis 2030. AMD bereitet parallel die Produktion der 2nm-EPYC-Chips „Venice“ vor. Sie sollen die steigende Nachfrage bedienen.
ARK Invest und Insider verkaufen
Cathie Woods ARK Invest zeigte sich am Mittwoch weniger optimistisch. Der Fonds verkaufte 74.838 AMD-Aktien im Wert von rund 39 Millionen Dollar. Das folgt einem Muster: CEO Lisa Su veräußerte kürzlich 125.000 Aktien zu durchschnittlich 445,51 Dollar. Auch Director Nora Denzel trennte sich von 8.626 Papieren.
Die Verkäufe fallen in eine Phase, in der AMDs Marktkapitalisierung Richtung 900 Milliarden Dollar klettert. Einige Bewertungskennzahlen deuten auf eine Überhitzung hin. Der GF Value™-Indikator sieht den Kurs rund 134 Prozent über dem inneren Wert.
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Nvidia greift an, AMD kontert
Auf der Computex in Taipei wurde die Konkurrenz für AMD greifbarer. Nvidia kündigte den „RTX Spark“ an, einen 20-Kern-Arm-Chip für Windows-PCs. Die Auslieferung soll im Herbst 2026 starten. Das ist ein direkter Angriff auf AMDs Client-Segment, das im ersten Quartal 2,9 Milliarden Dollar umsetzte – ein Plus von 26 Prozent zum Vorjahr.
AMD reagiert mit Plattform-Treue. Der Konzern garantiert Unterstützung für den AM5-Sockel bis mindestens 2029. Zudem kommt eine Neuauflage des Ryzen 7 5800X3D. Der Launch ist für den 25. Juni geplant.
Der Fokus der Anleger liegt nun auf dem Quartalsbericht am 4. August. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,55 Dollar bei einem Umsatz von 11,28 Milliarden Dollar. Das wäre ein deutlicher Sprung gegenüber den 7,68 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.
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