AMD Aktie: Abrechnung im Mai

AMD stellt sich am 5. Mai den hohen Erwartungen des Marktes. Das Unternehmen muss seine Umsatzprognose von knapp 9,8 Milliarden US-Dollar untermauern, während das Servergeschäft boomt und neue KI-Chips für PCs anlaufen.

Dieter Jaworski ·
AMD Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Quartalszahlen am 5. Mai mit hohen Umsatzerwartungen
  • Servergeschäft wächst auf Kosten von Intel
  • China-Markt bleibt aufgrund von Exportkontrollen schwierig
  • Neue Ryzen AI 400 Prozessoren für KI-PCs starten

AMD hat den Termin für die nächsten Quartalszahlen fixiert und die Erwartungen der Wall Street sind enorm. Am 5. Mai muss der Chipentwickler beweisen, dass die ehrgeizige Umsatzprognose von knapp 9,8 Milliarden US-Dollar haltbar ist. Während das Server-Geschäft floriert, bereitet ein spezifischer regionaler Markt zunehmend Kopfzerbrechen.

Nach dem Rekordjahr 2025 mit einem Jahresumsatz von 34,6 Milliarden US-Dollar geht das Unternehmen mit breiter Brust in die anstehende Berichtssaison. Für das abgelaufene erste Quartal peilt das Management ein Wachstum von rund 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr an.

Marktanteile auf Kosten von Intel

Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der Rechenzentrums-Bereich. Hier konnte AMD zuletzt massiv punkten und seinen Anteil am Umsatz mit Server-Prozessoren auf 41,3 Prozent ausbauen – direkt auf Kosten des Konkurrenten Intel. Um dieses Momentum zu halten, plant das Unternehmen ab Mitte 2026 die Einführung der neuen MI450-Beschleuniger sowie der Helios-Plattform. Diese Hardware ist essenziell, um das ausgegebene Ziel von 60 Prozent jährlichem Wachstum in der Datacenter-Sparte zu erreichen.

Ein deutlicher Bremsklotz bleibt allerdings das China-Geschäft. Aufgrund der volatilen geopolitischen Lage und strenger Exportkontrollen rechnet AMD für das erste Quartal in dieser Region lediglich mit GPU-Umsätzen von rund 100 Millionen US-Dollar. Das Management verzichtet hier bewusst auf weitergehende Prognosen.

Neue KI-Chips für den Massenmarkt

Abseits der großen Rechenzentren rückt pünktlich zum Start des zweiten Quartals der Endkundenmarkt wieder stärker in den Fokus. AMD bringt die neuen Ryzen AI 400 Prozessoren auf den Markt. Diese Chips sind speziell für KI-Anwendungen in Desktop-PCs konzipiert und sollen die Position des Unternehmens im wachsenden Segment der „Copilot+ PCs“ stärken. Entsprechende Systeme von Herstellern wie HP und Lenovo werden in den kommenden Wochen im Handel erwartet.

Im Vorfeld der Zahlen reagiert der Markt optimistisch. Die Aktie verzeichnete am heutigen Freitag einen Kurssprung von 5,13 Prozent auf 209,00 Euro und notiert damit komfortabel über der wichtigen 200-Tage-Linie. Auch die Analysten positionieren sich vor dem Mai-Termin mehrheitlich positiv:

  • Wells Fargo: „Overweight“, Kursziel 345 US-Dollar
  • UBS: „Buy“, Kursziel 310 US-Dollar
  • Citi: „Neutral“, Kursziel 248 US-Dollar (zuvor 260 USD)
  • Durchschnittliches Kursziel (40 Analysten): 290,53 US-Dollar

Der Quartalsbericht am 5. Mai liefert den nächsten harten Fakten-Check für die KI-Strategie des Unternehmens. Mit der anstehenden Markteinführung der neuen Ryzen-Prozessoren im zweiten Quartal und den geplanten Server-Chips ab Mitte des Jahres muss das Management belegen, dass die prognostizierten Gewinnsteigerungen von über 70 Prozent für das laufende Jahr realistisch kalkuliert sind.

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AMD Aktie

425,20 EUR

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Sektor Technologie
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ISIN: US0079031078 WKN: 863186

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