Advanced Micro Devices startet mit Schwung ins Frühjahr 2026. Auf dem Mobile World Congress präsentiert der Chiphersteller neue Prozessoren, gleichzeitig nehmen gleich mehrere Großprojekte Fahrt auf: Die Meta-Partnerschaft über bis zu 6 Gigawatt GPU-Leistung, ein 250-Millionen-Dollar-Deal mit Nutanix und die Integration in die neue Telekommunikations-KI-Initiative der GSMA. Dahinter steht eine klare Strategie: AMD will Nvidia nicht nur bei Hyperscalern, sondern auch in Unternehmen Marktanteile abnehmen.
Ryzen AI 400 Serie für Desktop-Systeme
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte AMD die Ryzen AI 400 Serie und die Ryzen AI PRO 400 Serie für Desktop-Rechner vor. Die neuen Prozessoren sollen ab dem zweiten Quartal 2026 bei OEMs wie HP, Lenovo und Dell Technologies verfügbar sein.
Der Ryzen AI 9 HX PRO 470 bietet laut AMD bis zu 30 Prozent schnellere Multi-Threading-Performance als Intels Core Ultra X7 3581 – ein Vorteil vor allem bei rechenintensiven professionellen Anwendungen. Trotz der Produktankündigung gab die Aktie am Montag um 2,52 Prozent nach.
12 Gigawatt GPU-Zusagen im Rücken
Die bedeutendste Entwicklung bleibt die mehrjährige Partnerschaft mit Meta Platforms. AMD wird bis zu 6 Gigawatt Instinct-GPUs an den Social-Media-Konzern liefern, die ersten Lieferungen für 1 Gigawatt starten in der zweiten Jahreshälfte 2026. Zum Einsatz kommen dabei eine maßgeschneiderte MI450-basierte GPU, EPYC-CPUs der 6. Generation und die AMD Helios Rack-Architektur.
Zusammen mit dem bestehenden OpenAI-Deal kommt AMD damit auf GPU-Zusagen von insgesamt 12 Gigawatt. Bei einem Gesamtumsatz von knapp 35 Milliarden Dollar im Jahr 2025 dürften diese beiden Verträge ein Vielfaches des Jahresumsatzes wert sein. Die Meta-Vereinbarung enthält zudem erfolgsabhängige Aktienoptionen über bis zu 160 Millionen AMD-Aktien, die an Liefermengen und Aktienkursziele gekoppelt sind.
Nutanix-Kooperation zielt auf Unternehmenskunden
Parallel dazu dringt AMD tiefer ins Enterprise-Geschäft vor. Mit Nutanix wurde eine mehrjährige strategische Partnerschaft vereinbart, um eine vollständige KI-Infrastruktur-Plattform für agentenbasierte KI-Anwendungen zu entwickeln. AMD investiert dabei 150 Millionen Dollar in Nutanix-Aktien zum Preis von 36,26 Dollar je Anteil und stellt bis zu 100 Millionen Dollar für gemeinsame Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten bereit.
Die erste gemeinsam entwickelte Plattform soll Ende 2026 auf den Markt kommen. Bislang unterstützt Nutanix ausschließlich Nvidia-GPUs – die neue Partnerschaft fügt AMD-Beschleuniger hinzu. AMD setzt darauf, dass Nutanix zusätzliche Nachfrage für die eigene Hardware generieren kann.
Solide Basis nach Rekordjahr
Die jüngsten Deals fußen auf einer starken Geschäftsentwicklung. Im vierten Quartal 2025 erzielte AMD einen Rekordumsatz von 10,3 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von 54 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 standen 34,6 Milliarden Dollar Umsatz zu Buche, der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 4,17 Dollar – ebenfalls ein Rekordwert.
Am heutigen Dienstag tritt CTO Mark Papermaster auf der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference auf. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 5. Mai 2026.
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