AMD legte einen starken Start ins Jahr 2026 hin. Am ersten Handelstag kletterte die Aktie um rund 4,35 Prozent auf 223,47 Dollar. Damit setzt der Chiphersteller die Rallye aus dem Vorjahr fort – 2025 hatte das Papier bereits 77 Prozent zugelegt. Jetzt rechnen Analysten mit weiterem Aufwärtspotenzial von bis zu 32 Prozent, getrieben durch anhaltend hohe Nachfrage im KI-Bereich.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Die Stimmung unter den Marktteilnehmern ist eindeutig: 28 Analysten empfehlen AMD zum Kauf, acht raten zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 283 Dollar.
Besonders optimistisch zeigt sich C.J. Muse von Cantor Fitzgerald mit einem Kursziel von 300 Dollar – das entspräche einem Plus von 40 Prozent. William Stein von Truist Financial sieht den fairen Wert bei 277 Dollar und argumentiert, dass KI-Infrastruktur-Halbleiter gemessen an ihrem Wachstumspotenzial noch immer günstig bewertet seien.
Vivek Arya von Bank of America taxiert AMD auf 260 Dollar und ordnet 2026 als Mittelpunkt eines acht bis zehn Jahre dauernden Upgrade-Zyklus für KI-Infrastruktur ein.
CES-Konferenz als möglicher Kurstreiber
Die Investoren blicken gespannt auf die CES-Messe in Las Vegas, die vom 5. bis 9. Januar läuft. AMD hält seine Pressekonferenz am 5. Januar ab. Es kursieren Gerüchte über eine neue, schnellere Ryzen-Generation und Prozessoren der nächsten Generation. Bereits durchgesickerte Preise für die Ryzen 7 9850X3D CPU befeuern die Erwartungen.
Im Gaming- und Desktop-Segment kämpft AMD weiterhin mit Intel um Marktanteile – mit Erfolg. Auf der Steam-Plattform konnte das Unternehmen zuletzt weiter zulegen.
Chipsektor insgesamt gefragt
Der gesamte Halbleitersektor startete stark ins neue Jahr. Micron Technology sprang um 10 Prozent, ASML um 9 Prozent, während Lam Research und Intel jeweils 6 Prozent gewannen. Der VanEck Semiconductor ETF legte etwa 4 Prozent zu und baut damit die 49-Prozent-Rallye aus 2025 aus.
Haupttreiber bleibt die massive Nachfrage von Cloud-Anbietern wie Amazon und Google, die ihre Rechenzentren für KI-Anwendungen aufrüsten.
Bewertung und Risiken
AMD wird aktuell mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 7,87 gehandelt – deutlich unter Nvidias 22,28. Die Marktkapitalisierung beträgt 363,8 Milliarden Dollar bei einem KGV von rund 116. Am 3. Februar folgen die Quartalszahlen, die Aufschluss über die Dynamik im Rechenzentrumsgeschäft und bei KI-Beschleunigern geben werden.
Risiken bleiben jedoch präsent. Michael Burry, bekannt aus dem Film „The Big Short“, hatte im November 2025 Short-Positionen auf KI-Aktien wie Nvidia aufgebaut und den Cloud-Anbietern später vorgeworfen, ihre Gewinne künstlich zu erhöhen. Zudem könnten makroökonomische Schwäche, geopolitische Spannungen und Preisdruck durch Nvidia oder kundenspezifische Chip-Lösungen der Hyperscaler belasten.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 5. Januar liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
