AMD Aktie: Meta-Deal

Meta bestellt bis zu sechs Gigawatt KI-Rechenleistung von AMD. Der Vertrag ist an Optionsrechte geknüpft und könnte über 100 Milliarden Dollar wert sein.

Kurz zusammengefasst:
  • Mehrjähriger Infrastrukturvertrag über KI-Beschleuniger
  • Optionsrechte für Meta an Liefermeilensteine gebunden
  • Potentieller Gesamtwert über 100 Milliarden Dollar
  • Lieferungen sollen ab zweiter Hälfte 2026 starten

Meta und AMD ziehen ihre KI-Pläne auf ein neues Level. Der Facebook-Konzern sichert sich über Jahre hinweg enorme Rechenkapazität – und koppelt den Hardware-Deal an eine ungewöhnliche Aktienoption. Was steckt hinter dieser Konstruktion, und warum ist sie für AMD so wertvoll?

Ein Infrastrukturvertrag in Gigawatt-Dimensionen

Beide Unternehmen haben am Dienstag eine mehrjährige Infrastruktur-Vereinbarung bekannt gegeben. Kernpunkt: bis zu sechs Gigawatt KI-Computing-Kapazität. Geliefert werden soll Hardware der nächsten Generation, konkret auf Meta zugeschnittene MI450-Beschleuniger, gefertigt im 2‑Nanometer-Prozess und mit 432 GB HBM4-Speicher.

AMD

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Die Systeme sollen in sogenannten Helios-Racks laufen – zusammen mit Venice- und Verano-EPYC-Prozessoren. Der Zeitplan ist ebenfalls klar umrissen: Die Auslieferungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten, zunächst mit einem Rollout von einem Gigawatt.

Für AMD geht es dabei nicht um ein normales Großkundengeschäft. CEO Lisa Su wird mit der Aussage zitiert, dass jedes Gigawatt Rechenleistung Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich generieren könne. Entsprechend groß fallen die Schätzungen aus: Über fünf Jahre könnte der Gesamtwert der Transaktion laut mehreren Berichten auf mehr als 100 Milliarden Dollar steigen.

Optionsrechte: Belohnung nur bei Lieferung und Kurszielen

Der auffälligste Baustein des Pakts sind die Equity Warrants. AMD hat eine Option ausgegeben, die Meta erlaubt, bis zu 160 Millionen Stammaktien zu kaufen – in der Größenordnung von rund 10% an AMD. Der Ausübungspreis liegt bei nur einem Cent je Aktie.

Allerdings: Diese Rechte werden nicht einfach sofort wirksam, sondern sind an messbare Meilensteine gebunden. Die erste Tranche wird fällig, sobald das erste Gigawatt Hardware erfolgreich geliefert ist. Die letzte Tranche hängt gleich an zwei Bedingungen: vollständige Erfüllung aller sechs Gigawatt Bestellungen – und zusätzlich muss die AMD-Aktie 600 US-Dollar erreichen. Dieses Modell spiegelt laut Bericht eine ähnliche Liefervereinbarung wider, die AMD bereits im Oktober 2025 mit OpenAI abgeschlossen hatte.

Warum Meta so massiv investiert

Der Deal fällt in eine Phase, in der die KI-Hardware-Landschaft stark konzentriert ist. Nvidia soll rund 90% des AI-GPU-Markts kontrollieren. Meta setzt mit der Einkaufstour offensichtlich auf mehr Versorgungssicherheit und Alternativen in der Lieferkette.

Dazu passt die CapEx-Dynamik: Meta rechnet für 2026 mit Investitionsausgaben von 135 Milliarden Dollar – nach 72 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Und Meta ist nicht allein: Für Meta, Alphabet, Microsoft und Amazon zusammen werden die Industrie-Investitionen für 2026 auf mindestens 630 Milliarden Dollar taxiert.

Am Markt kam die Nachricht gut an. Der Titel schloss am Dienstag bei 181,56 Euro. Auf 7-Tage-Sicht liegt die Aktie damit 7,13% im Plus.

Was als Nächstes zählt

Operativ wird der Deal an der Umsetzung hängen: Entscheidender erster Prüfstein ist der geplante Start der Hardware-Lieferungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 – samt dem initialen 1‑Gigawatt-Rollout. Parallel zeigt die Struktur der Optionsrechte, wie stark AMDs wirtschaftlicher Hebel an konkrete Projektfortschritte und ambitionierte Marktvorgaben gekoppelt ist.

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