AMD Aktie: Norges Bank investiert 4,93 Milliarden Dollar

Große institutionelle Anleger wie Norges Bank bauen massive AMD-Positionen auf, während KI-Investitionen der Tech-Giganten das Geschäft antreiben.

Dr. Robert Sasse ·
AMD Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Norges Bank investiert 4,93 Milliarden Dollar
  • KI-Infrastruktur-Budget von 700 Milliarden Dollar
  • Rechenzentrumsgeschäft wächst um 57 Prozent
  • Regulatorische Risiken durch Steuerprüfungen

Während der S&P 500 seine neunte Gewinnserie in Folge feierte, schloss AMD die Handelswoche nahezu unverändert — und doch erzählt der Blick hinter die Kulissen eine ganz andere Geschichte. Staatsfonds und große Vermögensverwalter haben zuletzt massiv zugegriffen.

Norges Bank setzt ein Milliardensignal

Der norwegische Staatsfonds Norges Bank hat eine neue Position von rund 23 Millionen AMD-Aktien aufgebaut. Das entspricht einem Gegenwert von knapp 4,93 Milliarden Dollar und einer Beteiligung von 1,41 Prozent am Unternehmen. Auch Eurizon Capital SGR stockte seinen Bestand auf, Forsta AP Fonden erhöhte seine Beteiligung um 3,7 Prozent.

Nicht alle Investoren zogen mit. Savant Capital LLC und Northwestern Mutual Wealth Management reduzierten ihre Positionen um 13,3 beziehungsweise 5,9 Prozent. Das Gesamtbild bleibt dennoch eindeutig: Institutionelles Kapital strömt in den Chip-Designer — und das trotz eines Analystenkonsenses von „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 410 Dollar, das deutlich unter dem aktuellen Kurs liegt. Citi hat sein Ziel immerhin bereits auf 460 Dollar angehoben.

700 Milliarden Dollar treiben das Geschäft

Der Grund für das institutionelle Interesse liegt auf der Hand. Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta wollen 2026 zusammen über 700 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren. Evercore und Bank of America sehen diesen Betrag bis 2027 auf eine Billion Dollar steigen.

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AMD profitiert direkt. Im jüngsten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 10,25 Milliarden Dollar — ein Plus von 37,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Rechenzentrumsgeschäft legte dabei um 57 Prozent auf 5,775 Milliarden Dollar zu und bleibt der wichtigste Wachstumstreiber. Mit der kommenden Helios-Plattform will AMD diesen Kurs fortsetzen.

Risiken am Horizont

Das makroökonomische Umfeld birgt Stolpersteine. Mehrere US-Bundesstaaten, darunter Ohio und Virginia, überprüfen oder streichen Steuervorteile für Hyperscale-Rechenzentren. In Ohio wurden Steuerbefreiungen ausgesetzt, nachdem die tatsächlichen Kosten auf 1,6 Milliarden Dollar gestiegen waren — das Elffache der ursprünglich veranschlagten 136 Millionen Dollar. Solche regulatorischen Eingriffe könnten den Investitionsdruck der Hyperscaler mittelfristig dämpfen.

Kurstech­nisch notiert die AMD-Aktie mit 442,95 Euro nur einen Wimpernschlag unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 444,80 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als 132 Prozent zugelegt. CEO Lisa Su verkaufte Mitte Mai im Rahmen eines geplanten Programms 125.000 Aktien — ein Routinevorgang, der angesichts des massiven Kaufdrucks institutioneller Anleger kaum ins Gewicht fällt.

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AMD Aktie

409,45 EUR

– 41,75 EUR -9,25 %
KGV 156,50
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 760,48 Mrd. EUR
ISIN: US0079031078 WKN: 863186

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