AMD Aktie: Oracle-Coup in der Cloud?
Oracle plant E7-Cloud-Instanzen mit AMDs sechster EPYC-Generation; Pensando-Technik soll Acceleron-Netzwerkkarten unterstützen.

Kurz zusammengefasst
- Oracle plant E7-Instanzen mit neuen EPYC-Prozessoren
- Pensando-Technik für Acceleron-Netzwerkkarten vorgesehen
- Meta erhöht Aktienangebot auf 25 Milliarden Dollar
- AMD meldet Quartalsergebnisse am 3. November
AMD und Oracle haben am Dienstag ihre Zusammenarbeit bei der Cloud-Infrastruktur erweitert. Nach Angaben von AMD werden die kommenden OCI-Compute-E7-Instanzen EPYC-Prozessoren der sechsten Generation nutzen. Bestandteil der Vereinbarung ist außerdem Netzwerktechnik von AMD für Oracles Cloud-Angebot.
Oracle setzt auf Prozessoren und Netzwerktechnik
AMD Pensando soll die konvergierten Netzwerkkarten von Oracle Acceleron unterstützen. Diese sind für OCI-Instanzen vorgesehen, die mit AMD-Prozessoren arbeiten. Die erweiterte Zusammenarbeit umfasst damit sowohl die Rechenprozessoren der nächsten Instanzgeneration als auch Technik für die Netzwerkanbindung AMD-basierter Cloud-Systeme.
Die Ankündigung bezieht sich bei den E7-Instanzen auf ein kommendes Angebot von Oracle. AMD nennt dafür die neue EPYC-Generation; die Pensando-Technik ordnet das Unternehmen ausdrücklich den Acceleron-Netzwerkkarten zu.
Meta verbindet Hardwareeinsatz mit Kapitalbeteiligung
Zur vor rund zwei Wochen erweiterten Partnerschaft mit Meta gehört nach AMD-Angaben auch eine geplante Investition von 1 Milliarde $ in Metas Aktienangebot. Meta teilte mit, das Angebot für Stammaktien der Klasse A von 22,5 Milliarden $ auf 25,0 Milliarden $ erhöht zu haben.
Die technische Zusammenarbeit umfasst mehrere bereits eingesetzte oder geplante Komponenten. Laut AMD sind Helios-Systeme bei Meta installiert und werden dort getestet. Instinct-Grafikprozessoren befinden sich in Metas Infrastruktur bereits im produktiven Einsatz.
Meta zählt AMD zufolge zu den führenden Kunden für EPYC-Prozessoren der sechsten Generation und wird einen kundenspezifischen Instinct-Grafikprozessor einsetzen. EPYC-Prozessoren betreiben außerdem Metas KI-Agenten Muse. Beide Unternehmen entwickeln nach Angaben von AMD KI-Systeme im Gigawatt-Maßstab.
Als nächster bestätigter Finanztermin steht die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal 2026 an: AMD hat sie für den 3. November nach Börsenschluss angekündigt.
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