AMD Aktie: Perplexity setzt auf Nvidia

Perplexity wechselt zu Nvidia-Prozessoren. AMD-Aktie fällt um 6,5 Prozent, Analysten bleiben aber zuversichtlich für das CPU-Geschäft.

Dieter Jaworski ·
AMD Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Nvidia gewinnt CPU-Auftrag von Perplexity
  • AMD-Aktie verliert nach Ankündigung deutlich
  • Goldman Sachs hebt Kursziel auf 640 Dollar
  • Quartalszahlen am 4. August im Fokus

Ausgerechnet im angestammten CPU-Geschäft gerät AMD in die Defensive. Der KI-Suchmaschinenbetreiber Perplexity setzt künftig auf Prozessoren von Konkurrent Nvidia. Ein empfindlicher Treffer. Bisher galt das CPU-Segment beim Thema Künstliche Intelligenz als sicheres Terrain für AMD.

Nvidias Vera-Chips überzeugen

Interne Tests bei Perplexity lieferten ein klares Ergebnis. Nvidias neue Vera-Prozessoren verarbeiten KI-Aufgaben rund 50 Prozent schneller als herkömmliche Chips. Die Börse reagierte nervös auf diesen Wechsel. AMD-Papiere gaben nach der Ankündigung prompt um 6,5 Prozent nach. Auch Rivale Intel verlor fast zehn Prozent an Wert.

Agentische KI benötigt massive Rechenleistung. Investoren sahen AMD hier klar im Vorteil gegenüber dem Neueinsteiger Nvidia. Dieser Glaube bröckelt nun. Aktuell notiert die AMD-Aktie bei 453,65 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit immer noch ein sattes Kursplus von rund 138 Prozent auf der Anzeigetafel. Die hohe Schwankungsbreite von 77 Prozent zeigt aber die deutliche Nervosität der Anleger.

Wall Street bleibt optimistisch

Viele Analysten lassen sich von dem Gegenwind nicht beirren. James Schneider von Goldman Sachs hob sein Kursziel kurz vor dem Perplexity-Deal drastisch an. Er sieht die Aktie nun bei 640 US-Dollar und rät zum Kauf. Seine Begründung: Der Wandel hin zu agentischer KI treibt die generelle Nachfrage nach Hochleistungs-CPUs enorm an. Im Konsumentengeschäft punktet AMD parallel dazu mit neuen Vertriebswegen. Der Elektronikhändler Micro Center verkauft künftig die neuen Ryzen AI Halo Produkte.

Der Blick auf die Zahlen

Der nächste Meilenstein steht bereits fest. Anfang August präsentiert das Management die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Die Prognosen sind ambitioniert. AMD peilt einen Umsatz von etwa 11,2 Milliarden US-Dollar an. Das entspricht einem massiven Wachstum von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Analysten achten am 4. August auf ein ganz bestimmtes Detail. Der Hochlauf der neuen 2nm-Serverchips der EPYC-Venice-Reihe muss erste nennenswerte Umsätze liefern. Nur starke Verkaufszahlen im Rechenzentrum können die Sorgen über Nvidias CPU-Ambitionen zerstreuen. Liefert AMD hier ab, rückt das Allzeithoch von 511,70 Euro wieder in greifbare Nähe.

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AMD Aktie

442,50 EUR

– 4,55 EUR -1,02 %
KGV 184,02
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 900,17 Mrd. EUR
ISIN: US0079031078 WKN: 863186

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