Die AMD-Aktie startet mit erhöhter Volatilität in die neue Woche. Nach einem Schlusskurs von 231,83 US-Dollar an der NASDAQ am Freitag zeigt sich heute Morgen im europäischen Handel ein anderes Bild. Hintergrund sind neue Details zur Produktionsstrategie sowie aktualisierte Analysteneinschätzungen.
Starke Ausgangsbasis bei Umsatz und Gewinn
Anleger blicken bereits auf die Zahlen zum vierten Quartal 2025, die voraussichtlich am 3. Februar 2026 vorgelegt werden. Die Messlatte liegt hoch: Im dritten Quartal, veröffentlicht am 4. November 2025, erzielte AMD einen Rekordumsatz von 9,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 36 % im Jahresvergleich. Haupttreiber war das Datacenter-Geschäft mit Erlösen von 4,3 Milliarden US-Dollar.
Für das vierte Quartal 2025 hat das Management einen Umsatz von rund 9,6 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Das würde einem Anstieg von etwa 25 % gegenüber dem Vorjahr entsprechen.
Wichtige Eckdaten im Überblick:
- EPS-Konsens Q4 2025: ca. 1,32 US-Dollar je Aktie
- Umsatz-Guidance Q4 2025: rund 9,6 Milliarden US-Dollar
- Konsensumsatz Geschäftsjahr 2025: etwa 34,37 Milliarden US-Dollar
Diese Erwartungen verdeutlichen, dass der Markt weiterhin von einem klaren Wachstumskurs ausgeht.
Fokus auf margenstärkere GPUs
Parallel dazu wurden heute Berichte über eine taktische Neuausrichtung im GPU-Geschäft bekannt. Demnach priorisiert AMD die Produktion der Radeon RX 9070 XT gegenüber der Non-XT-Variante. Branchenkreise werten diesen Schritt als Versuch, die Profitabilität zu erhöhen.
Der Konzern steht in einem intensiven Wettbewerbsumfeld und will seine Position im oberen Mittelfeld des GPU-Marktes festigen. Durch die Verlagerung von Kapazitäten auf das margenstärkere XT-Modell rückt die Ertragskraft je Einheit stärker in den Fokus als das reine Absatzvolumen. Gleichzeitig wird die Produktpalette gestrafft und eine Überschneidung zweier sehr ähnlicher Modelle reduziert.
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Institutionelle Investoren und Analysten
Bei institutionellen Anlegern zeigt sich ein gemischtes Bild. Quartalsmeldungen zum dritten Quartal 2025 weisen teils deutliche Umschichtungen aus: Einige große Fonds haben ihre Positionen ausgebaut, andere Bestände reduziert. Insgesamt halten Institutionelle mehr als 65 % der ausstehenden Aktien.
Auf Analystenseite hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt. Frühere, vorsichtigere Einschätzungen wurden nach oben angepasst. Je nach Erhebung bewerten derzeit 34 bis 47 Analysten die Aktie mit „Strong Buy“.
- Durchschnittliches Kursziel: Spanne von 245 bis 283,75 US-Dollar
- Interpretation: Ausgehend vom letzten US-Schlusskurs signalisiert der Konsens weiteres Aufwärtspotenzial.
Damit stützen die meisten Analysten die Wachstumserzählung, die sich aus den Zahlen und Prognosen ableiten lässt.
Risiken durch Zölle und Geopolitik
Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Neue US-Pläne für mögliche 25%-Zölle auf bestimmte KI-Chips sorgen für Verunsicherung, da hiervon auch die wichtige MI-Serie betroffen sein könnte. Diese Produkte spielen eine zentrale Rolle im KI- und Datacenter-Geschäft.
Trotz dieser Belastungsfaktoren sehen Analysten für 2026 weiterhin eine sehr hohe Nachfrage nach Rechenleistung im Datacenter-Bereich und sprechen von „unersättlichem Compute-Bedarf“. Die aktuelle Kursentwicklung spiegelt daher einen Abwägungsprozess wider: Auf der einen Seite stehen starke Wachstums- und Ergebnisprognosen, auf der anderen Seite geopolitische und wettbewerbsbedingte Risiken.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürften nun die Q4-Zahlen und der Ausblick am 3. Februar 2026 sein – insbesondere, ob AMD die eigenen Vorgaben von 9,6 Milliarden US-Dollar Umsatz bestätigt oder anhebt und wie konkret das Management auf die potenziellen Zollbelastungen eingeht.
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