AMD Aktie: Produktion wird zum Engpass
Die enorme Nachfrage nach KI-Chips übersteigt AMDs Liefermengen. Konzernchefin Su fordert Kapazitätsausbau, der Aktienkurs erreicht ein Jahreshoch.
Kurz zusammengefasst
- KI-Nachfrage übersteigt CPU-Angebot
- Su fordert höhere Produktionskapazitäten
- Aktie erreicht höchsten Stand seit einem Jahr
- China bleibt wichtiger Absatzmarkt
Die Nachfrage nach KI-Chips ist enorm – aber kann AMD sie auch bedienen? Konzernchefin Lisa Su hat in Taipeh klargemacht, dass das Unternehmen seine Partner auffordert, die Produktionskapazitäten hochzufahren. Grund: Die Nachfrage nach CPUs für KI-Anwendungen übersteigt die verfügbaren Liefermengen bei weitem.
Damit verschiebt sich der Fokus von neuen Produktankündigungen hin zur Frage, wie schnell AMD sein Fertigungsnetzwerk ausbauen kann. Der Aktienkurs reagierte am Freitag mit einem Plus von 4,28 Prozent auf 403,35 Euro – dem höchsten Stand seit einem Jahr. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 111,51 Prozent.
KI-Nachfrage lässt CPU-Markt enger werden
Su sagte gegenüber Reuters, der CPU-Markt sei „deutlich stärker nachgefragt“ als noch vor einem Jahr erwartet. Sie beschrieb den Markt als angespannt. Die Versorgung solle jedes Quartal steigen, deutlich mehr Kapazität sei für 2027 und danach geplant. Der Treiber: KI-Inferenz und agentische KI.
Dabei sind CPUs nicht die alleinigen Stars. Sie arbeiten neben GPUs, übernehmen Orchestrierung, Datenbewegung und Systemsteuerung. Für Investoren ist das relevant, weil das Data-Center-Segment bereits im ersten Quartal das Wachstum trug. AMD setzte 10,3 Milliarden Dollar um – ein Plus von 38 Prozent. Allein das Data-Center-Geschäft legte um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar zu.
Für das zweite Quartal stellt AMD rund 11,2 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht, die Bruttomarge soll bei etwa 56 Prozent liegen. Die Erwartungen sind hoch – die Frage ist nun, ob die Produktion mithalten kann.
China bleibt ein Faktor
Ein weiteres Thema: China. Laut Su macht das Land etwa 20 Prozent des AMD-Umsatzes aus und bleibt ein „sehr wichtiger Markt“. Gleichzeitig betonte sie, dass AMD die US-Exportkontrollen für bestimmte Hochleistungs-KI-Chips einhalte.
Die Aussagen kommen direkt nach einer China-Reise von Su. Sie fallen in eine Woche, in der Lieferkettenkapazität und fortschrittliche Verpackungstechnik zentrale Investorenthemen waren. Taiwan spielt dabei eine Schlüsselrolle – AMD ist einer der größten Kunden von TSMC, dem weltweit führenden Chip-Auftragsfertiger.
Kursrakete mit Fragezeichen
Die Kursentwicklung spricht Bände: Aus 196,60 Euro im Februar wurden 403,35 Euro im Mai. Ein Plus von über 137 Prozent in drei Monaten. Solche Sprünge schüren Erwartungen. Die technischen Indikatoren zeigen einen RSI von 35,6 – das klingt nach Abkühlung, aber die jüngste Dynamik war enorm. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 256,64 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt bei 197,71 Euro.
Der nächste Test: Kann AMD die knappe CPU-Nachfrage in steigende Liefermengen umwandeln, ohne dass Margen oder Lieferzeiten zum Problem werden? Der Aktienkurs hat die Erwartungen bereits hochgeschraubt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Produktion mit dem KI-Infrastruktur-Zyklus Schritt hält.
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