AMD Aktie: Ryzen AI Halo für 3.999 Dollar ab Juni
AMD präsentiert auf der Computex die RX 9070 GRE für Spieler und die Ryzen AI Halo Entwicklerplattform. Starke Quartalszahlen untermauern die Offensive.

Kurz zusammengefasst
- Neue Radeon RX 9070 GRE ab 549 Dollar
- Ryzen AI Halo Plattform für 3.999 Dollar
- Lokale KI mit bis zu 200 Milliarden Parametern
- AMD verzeichnet 38 Prozent Umsatzplus im Q1
AMD nutzt die Computex 2026, um gleich auf zwei Feldern anzugreifen: im Mainstream-Gaming-Segment mit einer neuen Grafikkarte und im schnell wachsenden Markt für lokale KI-Verarbeitung mit einer Entwicklerplattform, die direkt gegen Nvidia antritt.
RX 9070 GRE: Neuer Einstieg ins RDNA-4-Universum
Seit heute ist die Radeon RX 9070 GRE erhältlich. Der Preis beginnt bei 549 Dollar. Die Karte richtet sich an 1440p-Spieler und kommt mit 12 GB Videospeicher, 48 Compute-Units sowie einem Verbrauch von 220 Watt. AMD positioniert sie als günstigere Alternative zur RX 9070 und 9070 XT — und erweitert damit die Reichweite der aktuellen RDNA-4-Architektur ins Mainstream-Segment.
Ryzen AI Halo: Lokale KI für 3.999 Dollar
Parallel dazu öffnet AMD im Juni die Vorbestellungen für die Ryzen AI Halo Entwicklerplattform. Der Einstiegspreis liegt bei 3.999 Dollar — und damit 700 Dollar unter dem Nvidia DGX Spark. Die Plattform läuft auf dem Ryzen AI Max+ 395, bietet bis zu 128 GB einheitlichen Arbeitsspeicher und kann KI-Modelle mit bis zu 200 Milliarden Parametern lokal ausführen. Erhältlich ist sie exklusiv bei Micro Center, mit Unterstützung für Windows und Linux.
Das ist kein Nischenprodukt. AMD nennt solche Geräte „Agent Computers“ — Rechner, die Aufgaben eigenständig planen und ausführen, ohne ständige Nutzereingaben.
Max PRO 400: Nächste Stufe kommt im dritten Quartal
Im dritten Quartal 2026 legt AMD nach. Die Ryzen AI Max PRO 400 Series bringt höhere Taktraten, bis zu 192 GB einheitlichen Speicher und 160 GB VRAM. AMD bezeichnet diese Prozessoren als die ersten x86-Client-Chips, die Modelle mit 300 Milliarden Parametern lokal verarbeiten können. HP und Lenovo sollen die Plattform in ihre Systeme integrieren.
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Finanzen liefern den Rückenwind
Die Produktoffensive kommt zu einem Zeitpunkt, an dem AMDs Zahlen überzeugen. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 10,25 Milliarden Dollar — ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal erwartet AMD rund 11,2 Milliarden Dollar Umsatz, was über den Markterwartungen liegt.
Die Aktie spiegelt diesen Schwung wider. Seit Jahresbeginn hat sie mehr als 120 Prozent zugelegt und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch. Heute gibt der Kurs um knapp 4 Prozent nach — ein RSI von 29 deutet allerdings auf eine technisch überverkaufte Lage hin.
AMD gewinnt laut Marktdaten im ersten Quartal 2026 Server-CPU-Marktanteile hinzu. Mit den heutigen Ankündigungen will der Konzern diesen Schwung in den KI-PC-Markt übertragen — bevor Nvidia dort die Spielregeln setzt.
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