AMD verfolgt in der KI-Infrastruktur eine klare Strategie: weg vom reinen Chip-Lieferanten, hin zum Anbieter vollständiger Rack-Scale-Systeme. Die Partnerschaft mit Celestica für die Helios-Plattform und eine neue Gerätekategorie namens „Agent Computers“ zeigen, wie breit AMD seine Ambitionen mittlerweile aufgestellt hat.
Helios nimmt konkrete Form an
Die Zusammenarbeit mit Celestica gibt der Helios-Plattform erstmals eine greifbare Fertigungsgrundlage. Celestica übernimmt Entwicklung, Design und Produktion der Scale-up-Networking-Switches, die auf dem Open Compute Project basieren und die nächste GPU-Generation — die Instinct MI450 Series — miteinander verbinden sollen. Die Switches nutzen die Ultra Accelerator Link over Ethernet-Architektur, die auf offenen Standards basiert und damit Kunden ansprechen soll, die keine proprietäre Infrastruktur eines einzelnen Anbieters wollen.
Verfügbar sein soll Helios Ende 2026. Bis dahin liegt die gesamte Entwicklungs- und Fertigungsverantwortung bei Celestica — ein Risiko, das kritischere Beobachter bereits angemerkt haben.
Agentic AI als Treiber für CPUs und neue Geräteklassen
Parallel zur GPU-Story gewinnt AMDs Server-CPU-Geschäft an Bedeutung. CEO Lisa Su beschreibt „Agentic AI“ als Systeme, die kontinuierlich laufen, eigenständig Entscheidungen treffen und dabei deutlich mehr CPU-Kapazität für Koordinationsaufgaben beanspruchen als klassische KI-Workloads. AMDs nächste EPYC-Generation mit dem Codenamen „Venice“ soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 erscheinen und laut Analysten den Server-Umsatz im Rechenzentrum um rund 40 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar steigern.
Am 16. März stellte AMD zudem „Agent Computers“ vor — eine neue Gerätekategorie auf Basis der Ryzen AI Max Prozessoren, die KI-Agenten dauerhaft und parallel laufen lässt, ohne dass Nutzer jeden Schritt manuell anstoßen müssen. Gartner erwartet, dass Agentic AI bis 2028 in einem Drittel aller Enterprise-Software verankert sein wird.
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Zahlen mit klarer Richtung
Das Rechenzentrumsgeschäft liefert bereits heute starke Wachstumszahlen. Im Gesamtjahr 2025 erzielte AMD dort 16,6 Milliarden Dollar Umsatz — ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 prognostizieren Analysten auf Basis von Visible Alpha-Konsensschätzungen einen Anstieg des gesamten Rechenzentrumsumsatzes um 73 Prozent auf 28,7 Milliarden Dollar, getragen vor allem durch GPU-Umsätze, die sich mehr als verdoppeln sollen.
Hinzu kommen Lieferverpflichtungen von OpenAI und Meta über insgesamt zwölf Gigawatt an GPUs in den kommenden Jahren — ein Auftragsvolumen, das auf Basis aktueller Nvidia-Preise einem Gegenwert von rund 420 Milliarden Dollar entspräche.
Die MI450-GPUs werden auf einem 2-Nanometer-Prozess von TSMC gefertigt — einen Schritt vor Nvidias Vera Rubin, die auf 3nm setzt. Ob dieser technische Vorsprung in Marktanteile übersetzt werden kann, entscheidet sich mit dem Hochlauf der Helios-Plattform im späten 2026.
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