AMD: ARK verkauft 215.643 Aktien für $75 Mio.

AMD-Aktie gibt nach starkem April vor den Quartalszahlen nach. Analysten sehen KI-Wachstum, warnen aber vor Lieferengpässen und Exportrisiken.

Andreas Sommer ·
AMD Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kursrückgang vor Quartalsbericht
  • Intel-Ergebnisse beflügelten AMD
  • Analyst hebt Kursziel drastisch an
  • Insiderverkäufe und Lieferrisiken

Nach einem bemerkenswerten Kurssprung im April kühlt die AMD-Aktie kurz vor den Quartalszahlen ab. Der Halbleiterkonzern profitierte in den vergangenen Wochen massiv von einer veränderten KI-Nachfrage und starken Branchenvorgaben. Am 5. Mai muss das Management nun beweisen, dass die fundamentale Entwicklung mit der jüngsten Markteuphorie Schritt hält.

Allein in den vergangenen Wochen kletterte das Papier um gut 60 Prozent und markierte jüngst ein neues 52-Wochen-Hoch. Aktuell setzen erste Gewinnmitnahmen ein. Am heutigen Dienstag notiert der Titel bei 275 Euro, ein Tagesverlust von rund 4,6 Prozent.

Neue KI-Workloads treiben die Nachfrage

Ein zentraler Auslöser für die jüngste Rallye waren die starken Quartalszahlen von Intel. Der Konkurrent übertraf die eigenen Umsatzprognosen um 1,4 Milliarden US-Dollar. Die treibende Kraft dahinter war eine unerwartet hohe Nachfrage nach Server-Prozessoren.

Analyst Gil Luria von DA Davidson sieht darin einen fundamentalen Wandel. KI-Anwendungen verlagern sich zunehmend vom reinen Training hin zu sogenannten Inferenz- und Multi-Agenten-Modellen. Luria hob das Kursziel für AMD in einem drastischen Schritt von 220 auf 375 US-Dollar an. Parallel dazu schraubte er seine Umsatzschätzung für das laufende Jahr um zwei Milliarden US-Dollar nach oben.

Prominente Verkäufe und Lieferrisiken

Nicht alle Marktteilnehmer teilen diesen uneingeschränkten Optimismus. Cathie Woods Investmentgesellschaft ARK Management nutzte den jüngsten Kursanstieg für Verkäufe und stieß Ende April AMD-Aktien im Wert von rund 75 Millionen US-Dollar ab. Auch Insider trennten sich in den vergangenen Monaten von signifikanten Aktienpaketen.

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Ein strukturelles Risiko bleibt die Produktion. Die Analysten von Stifel warnen vor wachsenden Lieferengpässen. Das Wachstum von AMD könnte schlicht dadurch begrenzt werden, wie schnell der Konzern die bestellten Chips fertigen lassen kann. Hinzu kommen die US-Exportkontrollen für den chinesischen Markt. Diese kosteten das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr bereits netto rund 440 Millionen US-Dollar.

Der Blick auf den 5. Mai

Am kommenden Dienstag nach US-Börsenschluss präsentiert AMD die Ergebnisse für das erste Quartal. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 9,84 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von etwa 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das Rechenzentrumsgeschäft macht mittlerweile mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Investoren werden genau prüfen, ob strategische Partnerschaften mit Meta und OpenAI bereits zu einer konkreten Umsatzbeschleunigung führen. Enttäuscht AMD bei diesen Kennzahlen oder beim Ausblick auf die Produktionskapazitäten, droht der Aktie eine Fortsetzung der aktuellen Korrektur.

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AMD Aktie

270,05 EUR

– 15,00 EUR -5,26 %
KGV 133,26
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 567,06 Mrd. EUR
ISIN: US0079031078 WKN: 863186

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